- 4 ☛‿S
as raſtloſe Beſtreben der Päͤdagogen unſerer Tage ie⸗ dem Gegenſtande des erſten Unterrichts eine leichte⸗ re, angenehmere und vollkommenere Geſtalt zu ge⸗ ben, hat auch auf die Verbeſſerung des hebraͤiſchen Elementarunterrichts einen heilſamen Einfluß gehabt. Freylich ſah man auch hier, wie ſchwer es halte, veriaͤhrten und er⸗ erbten Vorurtheilen zu entſagen, und mit was fuͤr groſen und mannigfaltigen Hindernuͤſſen dieienige zu kampfen haben, die es wagen, ſie zu beſtreiten. Niemand wird ſich's alſo befremden laſſen, daß die ſcharfſinnige und verdienſtvolle Maͤnner, die ei⸗ ne vernuͤnftigere Methode, Juͤnglinge in den Anſangsgrüͤnden dieſer Sprache zu unterrichten, laut genug empfahlen, anfangs nur tauben Ohren predigten, und daß mehrere Jahre dazu er⸗ kerderi werden, bis man ſich von der Brauchbarkeit und den orzuͤgen der neuen Lehrart uͤberzeugen könnte. Gluͤck genug fuͤr die Juͤnglinge unſers Zeitalters, daß man doch nun an mehrern Orten ſchon einen guten Anfang gemacht hat, ihnen die Schwuͤrigkeiten bey der Erlernung dieſer Sprache, die blos durch die verkehrte Methode, die ehdem in ihrem Unterricht beynahe allgemein herrſchte, ihnen ſo fuͤrchterlich geworden war, und ſo manchen guten Kopf von dem Studium der Theologie zuruͤck geſchreckt hatte, immer mehr zu vermindern.
Unterdeſſen hoffe ich, wird mir ieder Sachkundige gern zugeben, daß hier noch manches zu thun uͤbrig ſey, und daß nur durch fortgeſetzte Deuhungen und ſorgfaͤltige Beobachtun⸗
2.
1 gen


