—= ₰
Methode Die claſſiſchen Autoren der Roͤmer auf Schulen zu tractiren.
— Erſtes Stuͤck.
W⸗ ein großer Gelehrter(¼) unſeres Vatterlandes mit gewohntem Scharfſinn von der Stuffenfolge in der Vervollkommnung der Paͤdagogik uͤberhaupt vorgeſchrieben hat, das muß, dafern man das Praͤdicat der univerſellen Idee mit der particulaͤren verknuͤpfen darf, von jedem Theil des claſſi⸗ ſchen Unterrichts bis auf die Behandelung der lateiniſchen Au⸗ toren in Schulen hinab gelten. Dieſer Vorſchrift zufolge muß man zuerſt richtige und genaue Beobachtungen uͤber das, was den Fortgang der ſtudirenden Jugend in der gruͤndlichen Kenntnis dar claſſiſchen Autoren, ſamr allen Vortheilen, die man nebenher, unbeſchadet der rotalen Abſicht bey denſel⸗ ben, und ihren Werken erziehlen kan, entweder gehemmt, oder befärdere⸗ beſchleunigt oder ruͤckgaͤngig gemacht hat, vorſichtig anſtellen. 212. Dann muͤſſen aus dieſen, nach logikaliſchen Regeln richtig veranſtalteten, Erfahrungen, und aus der Natur der jugendli⸗ chen Seele, und der Objecten, womit ſie ſich beſchaͤftigen ſol⸗ le, nach pſychologiſchen Gruͤnden ſichre Grundſaͤze geſchoͤpft und geordnet werden. Und nun erſt laͤßt ſich als Methodiſt mit gutem Erfolg auftretten, und dieſe Grundſaͤze durch hundert A 2 Mit⸗
(*) Herr Schloͤzer in den Anmerkungen zu Chalotais Verſuch ꝛc. ic. S. 223. und folgl.


