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VII. Festlichkeiten.
Der Geburtstag Sr. Majestät des Königs wurde bei Eröffnung des Wintercursus am 15. October 1842. durch Gesang und Gebet gefeiert. Eine zweite religiöse Feier fand am 2. November statt, als drei der auf Veranstaltung der Stadt zum Gedächtniss der dritten Säcularfeier der Einführung der Kirchenreformation in der Stadt Berlin geprägten Medaillen nach Communalbeschluss vom 7. Mai v. J. an drei dazu von Lehrern und Schülern erwählte Zöglinge der beiden obersten Klassen vertheilt wurden.
Nach dem angeführten Beschlusse soll diese Feierlichkeit sich alljährlich an allen Berlinischen Schulen wiederholen, bis die letzte einem neuen Säcularfeste vorangehende Ver- theilung am 2. November 1939. eingetreten sein wird*).
Am II. Februar 1843. veranstalteten die Schüler der obersten Clessen eine musika- lisch-deklamatorische Abendunterhaltung, zu der ihre Angehörigen und die Lehrer eingela- den waren, im Saale der Anstalt. Diese gab ein erfreuliches Zeugniss ven einer augemes- senen Ausfüllung ihrer Mussestunden, die jede Art der Aufmunterung verdient.
VIII. Einladung zur Schulprüfung.
Die öffentliche Prüfung sämmtlicher Klassen des Real-Gymnasiums findet im grossen Ilörsaale der Anstalt Freitag den 7. April in folgender Ordnung statt.
Vormittags von 8 Uhr an
1) Sexta: Latein(Dr. Busse).
2) Quinta: Rechnen(Oberlehrer Bledow).
3) Unterquarta: Naturkunde(Oberlehrer Dr. Barentin).
4) Oberquarta: Französisch(Oberlehrer Dr. Holzapfel).
5) Untertertia: Mathematik(Oberlehrer Dr. Runge), Griechisch(Oberlehrer Dr. Polsberw.)„
6) Obertertia: Latein(Professor Krech), Englisch(Dr. Kuhn).
*)„Die jetzt im Amte stehenden Magistrat und Stadtverordneten zu Berlin,“ heisst es in jenem Communalbeschluss,„ersuchen ihre Nachfolger im Amte, die vorstehenden F estsetzungen zu ge- „nehmigen und aufrecht zu erhalten. Indem sie hoffen und wünschen, dass ihre Nachfolger im „Amte im Jahre 1939. durch ähnliche feierliche Veranstaltungen auch bei ihren Zeitgenossen und „Nachkommen die dankbare Erinnerung an das für das Vaterland und die Meuschheit so hoch- „wichtige und segensreiche Ereigniss der Einführung der Kirchen-Reformation in der Hauptstadt „des Preussischen Staates erneuern und erhalten werden, widmen sie zugleich ihren Nachkommen „diesen Ausdruck ihrer Gesinnungen als ein treu gemeintes Vermächtniss; in der festen Zuver- „sicht, dass, wie sich auch die Formen wandeln mögen, in denen bei der fortschreitenden Ent- „wickelung der Geistesbildung das Selbstbewusstsein der Menschen die christliche Lehre zu fas- „sen und sich anzueignen bemüht sein wird, doch das Wort der Wahrheit, das durch die Re- „formation in der Welt wieder frei wurde und diese dafür wiederum befreite, nimmermehr ver- „gehen werde.“


