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2) Herr Musikdirektor Lecerf, der seit mehreren Jahren den Unterricht der bei-
den obersten Gesangklassen geleitet hat. 3) Herr Schulamtscandidat Dr. Seyffert, der als Hälfslehrer dem Unterricht im
Deutschen und Französischen in Untersecunda ein Jahr bindurch vorgestanden und zu Mi- chaelis 1841. einen Ruf an die höhere Stadtschule der Königsstadt angenommen hat.
4) Herr Schulamtscandidat Dr. Erler, der sein Probejahr an der Anstalt zu Ostern v. J. antrat, aber schon zu Michaelis eine Anstellung als mathematischer Lehrer eines Pro- vinzial-Gymnasii übernahm. In..21.
Jetzt mit dem Schlusse des Semesters scheiden aus: 4
1 1) Herr Professor Dr. Seebeck, der seit 10 Jahren den Unterricht der Chemie, Phy- sik und Techuologie in den beiden obersten, und zugleich mathematischen in einigen mittleren Classen erfolgreich geleitet, die technologischen Excursionen beaufsichtigt und als Ordinarius von Obersecunda wesentlich auf die gute Führung der Zöglinge eingewirkt hat. Der eh- renvolle Ruf zu einer Directorstelle in Dresden entzieht ihn unserer Anstalt. Die Liebe seiner Amtsgenossen und Schüler, die ihn ungern scheiden sehen, begleitet ihn. Verwandte Bestrebungen werden das hier geschlossene Band auch in der Ferne erhalten.
2) Herr Schulamtscandidat Dr. Witt, der als Königlicher Seminarist seit Ostern 1841 den Unterricht des Französischen in Untertertia geleitet hat und jetzt zum Lehrer an das Gymnasium in Lissa berufen worden ist.
3) Herr Schulamtscandidat Dr. Weigand, der sein gesetzliches Probejahr an
der Anstalt absolvirt hat.
An die Stelle des IIerrn Professor Hartung ist nach der von Einem Hochedlen Magi-
strate getroffenen durch die böheren Schulbehörden genehmigten Bestimmung der nächst fol- ende Lehrer eingerückt und nachdem so jeder der folgenden ascendirt war, die zwölfte or- dentliche Lehrerstelle durch den Schulamtscandidaten Dr. Kuhn besetzt worden.
Hlerr Adalbert Kuhn ist den 19. November 1812 zu Königsberg in der Neumark ge- boren, wo sein Vater Lehrer am Gymnasium und Vorsteher einer Erziehungsanstalt war. Er erbielt nach dem ersten vorbereitenden Unterrichte seine wissenschaftliche Vorbildung als Alumnus anf dem hiesigen Königl. Joachimsthalschen Gymnasio und bezog zu Michaelis d. J. 1833 die hiesige Universität, auf welcher er bis zu Michaelis 1836 Philologie studirte und im folgenden Jahre nach Abfassung einer Dissertation de conjugatione in ua von der philo- sophischen Facultät zum Doctor der Philosopbie promovirt wurde. Im lerbst desselben Jahres legte er das examen pro facultute docendi ab und trat sein Probejahr an dem Cölnischen Real-Gymnasium an. Seit 1839 ist er als Hälfslebrer an dieser Anstalt thätig und im Laufe des letzten Sommers durch die von Einem Hochedlen Magistrat aus- gestellte und unter dem 2. November 1841. durch das Königl. Ministerium bestätigte Vocation in sein neues Amt bestellt worden. Die Anstalt darf mit Recht erfreuliche Erfolge von dem rüstigen Wirken dieses vielseitig gebildeten und im Gebiete der alten wie der neuern Sprachen wohl unterrichteten Lehrers sich versprechen.
Ausserdem traten im Lauf des Schuljahrs bei der Anstalt ein:
1) Herr Wilh. Jul. Schmeckebier, der gegen Schluss des vorigen Jabres zein Probejahr bei der Anstalt angetreten hat.
2) Herr Dr. F. Wilke, der als Hülktslehrer mehrere wissenschaftliche und Sprachstunden und zugleich den Gesangunterricht in der ersten und zweiten Singklasse nach qem Ausscheiden des Herrn Musikdirektors Lecerf übernommen hat.


