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sehen wir sie denn auch in überwiegender Anzahl in den kältesten Monaten des Frühjahrs, gegen den Sommer aber bei steigender Wärme relativ und absolut sich vermindern. Unser wärmster Monat ist der Juli, die Syngenesisten erreichen in ihm ihr Blüthen-Maximum, eine Gruppe, die wir nach Süden hin entschieden in grösse- rer relativer Zahl auftreten sahen. Dass nun im letzten Theil des Sommers nicht die nämlichen Erscheinungen wie im Anfang desselben auftreten, liegt darin, dass gegen den Herbst Luft und Erde trockner sind, als vor der Mitte des Sommers, wo dieselbe Temperatur herrschend war, und die Temperatur nicht das allein Bedingende ist. Leider fehlt es noch zu sehr an den nöthigen Beobachtungen, um diesen gewiss nicht unfruchtbaren Gegenstand weiter zu verfolgen; es gehört nämlich dazu, dass ausser dem Pflanzenverzeichniss auch die Blüthezeit jeder Species, die monatlichen Mittel-Temperaturen und Regenmengen, überhaupt der Feuchtigkeits-Zustand der Luft ermittelt seien: Bedingungen, die sich bis jetzt nur äusserst selten möchten vereinigt antreffen lassen, ungerechnet noch die Ausdauer, welche die mühsame Zusammenstel- lung und Vergleichung dieser Elemente erfordert.
Für unsere Gegend habe ich eine solche Zusammenstellung ausgeführt und habe, da nur bei äusserst wenigen Gewächsen die Blüthezeit in demselben Monat auch schon aufhört, in welchem sie begann, sondern sich gewöhnlich darüber hinaus verlängert, diejenigen Pflanzen zusammengezogen, die man in jedem Monat in Blüthe trifft. Dies ist nicht allein mit sämmtlichen Phanerogamen geschehen, sondern auch mit allen Familien, welche bei uns durch mehr als 20 Arten repräsentirt sind. Nach- folgende Tafel, zu deren Verständniss es keiner Erläuterung weiter bedarf, enthält die Summe aller in jedem Monat blühenden Arten, deren namentliche Aufzählung ein vollständiger Pflanzenkalender sein würde. Die Bedeutung der in den Klammern
befindlichen Zahlen ist weiter unten angegeben.
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