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welche bei jedem Schritt unter den Füssen einsank, während ringsum ein flach trich- terförmig ansteigender Abhang sich bildete. Andere Stellen, welche sich nicht in die Höhe heben konnten, sogenannte Lanken, wurden überschwemmt, und so glich das Luch in jedem Frühjahr einem weiten See, über welchem jene Rasenstellen wie grüne schwimmende Inseln zwischen den erhöhten Plateaus hervorragten ¹).“ Mit zahlreichen Seggen und schönblühenden Sumpfpflanzen wechselten Weiden, Elsen und Birken, und gaben der Landschaft den herrschenden Charakter, der durch die geschäftige Regsamkeit unzähliger Wasser- und Sumpfthiere eine Lebensfülle gewann, wie kein Landstrich unserer Provinz sie heute zeigt. Wo der unfruchtbare Boden kein Laubholz aufkommen liess, bedeckten gesellig wachsende Kiefern die weithin sich streckenden Sandebenen, bis es nützlicher befunden wurde, die Wälder abzu- holzen, um dem oft schwer verbesserlichen Boden eine kümmerliche Roggenerndte abzugewinnen. Die Cultur verschiedener ausländischer Pflanzen fand allmählig Ein- gang, und den aus fremden Gegenden eingeführten Zier- und Nutzgewächsen folgten andere, deren Nachbarschaft liebend, und siedelten sich als wuchernde Unkräuter auf dem gastlichen Boden in einer Weise an, dass selbst die sichtenden Botaniker in nicht wenigen Fällen aufgehört haben die Fremdlinge als solche zu betrachten. Wenn das Feld, wie es wohl vorkommt, mehr Hederich(Raphanus Raphanistrum) als Korn trägt, wer sieht jenem da wohl die fremde Abkunft an; und wer zum ersten Male auf gewissen Aeckern in der Umgebung Berlins die dichtgedrängten Haufen der erst in neuerer Zeit aus Peru eingewanderten Wiborgia paroiflora erblickt, der hört nicht ohne Verwunderung, dass die sich hier so heimisch fühlende Pflanze ein so weit entlegenes Vaterland hat. Wie bei vielen anderen wird man auch hier nach und nach aufhören auf den Excursionen an die ursprüngliche Heimath zu erinnern, und die Peruanische Pflanze wird ein märkisches Unkraut.
Die Zahl der unserm Boden ursprünglich nicht angehörigen Gewächse ist demnach beträchtlicher als oft geglaubt wird, und es dürfte daher eine Aufzählung aller eingewanderten Pflanzen, die im Grossen und Freien angebaut werden oder verwildert sind, hier wohl am Orte sein. Es stammen aus anderen Theilen
1. Europa's: Bela oulgaris, Lycium barbarum, Petroselinum satioum, Foeniculum oulgare, Scandiæ Cerefolium, Anethum graveolens(Spanien, Portugal), Linum usitatissimum, Spiraea salicifolia(südöstliches E. und Sibirien), Brassica oleracea(England), Raphanus satious(besonders Portugal), Eroum lens, Silybum marianum, Scorzonera hispanica, Centaurea solstilialis(Dalmatien), Abies pectinata(südl. Deutschland), Lariz europaea(Gebirge des südöstl. E.), Populus alba(östl. E.), Populus
²) K. F. Klöden Beiträge zur mineralogischen und geognostischen Kenntniss der Mark Brandenburg. Stück VIII. p. 50 u. f.


