Aufsatz 
Die Vegetation in der Mark Brandenburg : ein Beitrag zur Pflanzen-Geographie / [Friedrich Wilhelm] Barentin
Entstehung
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Hieraus ergiebt sich, dass mit steigender Temperatur von Norden nach Süden

relativ zunehmen: relativ abnehmen: keine Regelmässigkeit zeigen; Dicotyledonen Monokotyledonen Gramineen Liliaceen Cyperaceen Personaten Chenopodien Junceen Asperifolien Labiaten Orchideen Umbellaten Solaneen Amentaceen Leguminosen Syngenesisten Polygoneen Oruciferen, Semperviven Saxifrageen Euphorbien, Caryophylleen

Rosaceen

Ranunculaceen.

Deutschland ist zu einem Vergleich mit Lappland und den Canarischen In- seln nicht ganz günstig gelegen, da es dem Einfluss des Meeres, dem diese unter- worfen sind, mehr entrückt ist. Dies tritt auch sogleich in dem abweichenden Ver- halten der Gramineen und Leguminosen hervor. Erstere verhalten sich nach Hrn, v. Humboldt zu den Phanerogamen;

Die Leguminosen dagegen:

in der heissen Zone wie 1:14. wie 1:10. in der gemäss. Zone wie 1: 12. wie 1:18. in der kalten Zone wie 1: 10. wie 1:35.

In feuchten Himmelsstrichen nehmen also die Gräser selbst bei steigender Wärme nicht nur relativ, sondern wahrscheinlich auch absolut ab, in trocknen Kli- maten erfolgt dies noch schneller. Die Leguminosen sind in der heissen Zone am artenreichsten, die eigentlichen Mimosen gehören ihr, wie bekannt, ausschliesslich an; sollten die oben angegebenen Zahlen, von denen nur die für Deutschland gefundene mit dem im Allgemeinen in der gemässigten Zone herrschenden Verhältnisse annähernd übereinstimmt, während die anderen weit unter den für ihre Zone berechneten Zahlen zurückbleiben, nicht dafür sprechen, dass Leguminosen, wenigstens die Papilionaceen, neben Wärme eine gewisse Trockenheit verlangen, wie sie in Binnenländern eher als an der Küste zu erwarten ist? Viele strauch- und baumartige Gewächse dieser Familie zeigen sich einer solchen Annahme günstig. Cruciferen, Umbellaten, Asperi- folien sind Formen der gemässigten Zone vorzugsweise angehörig, wie dies aus anderen Untersuchungen schon bekannt ist, und sich hier wieder bestätigt findet.

Dass die Orchideen der wärmsten Region der Canarischen Inseln fehlen, ist in Uebereinstimmung mit der von Hrn. Otto in einem Schreiben aus Cuba geäus- serten Vermuthung, zu Folge welcher Orchideen grosse Wärmeextreme, kalte Nächte und heisse Tage lieben. Auf Cuba gedeihen die Orchideen in einer mittleren Tages-