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Mark Brandenburg?— Die Weissagungen des Mönchs Herrmann von Lehnin.— Der Wunder- glaube zu Wilsnak— und mebhrere andere. Er bearbeitete die Fortsetzung des mythologischen Wörterbuchs von Moritz, sammelte mit Mehring an dem gelehrten Berlin, bearbeitete einen Wegweiser für Berlin und Potsdam und bereicherte viele Zeitschriften mit interessanten Beiträgen.
Einer kräftigen Gesundheit durch sein ganzes Leben geniessend, war er bestimmt, ein treuer Pfleger der Seinigen zu sein, die sich dieses Erdenglückes weniger zu erfreuen hatten. Er verlor vor 14 Jahren seine Gattin, nachdem er schon vorher zwei Kinder bestattet hatte. Der älteste Sohn, Professor an hiesiger Universität, ein bekannter und geachteter Gelehrter, wurde 1831 ein Opfer der Cholera, und vor drei Jahren entriss der Tod ihm eine Tochter, welche seine treue Pflegerin und die zweite Mutter seines einzigen Enkels gewesen war. Aller übrigen Angehörigen beraubt, trug der würdige Greis seine Sorge auf diesen Enkel über und fählte sich beglückt durch Wohlthun in weiteren Kreisen. Denn Wohlthun war der Grundzug seines Characters, christliche Liebe sein Wahlspruch. So blieb er jung mit der Jugend und der herbste Schmerz konnte die Frische seines Gemüthes nicht brechen. Dadurch bewährte er sich, wie er sich gern nannte, als heitrer Jubelgreis, und der Lenker menschlicher Schicksale verlich ihm nach kurzem Leiden einen sanften Uebergang in die Ewigkeit.
Wie er schon im Leben die Anstalt, an der er so lange gearbeitet, mit Liebe umfasste, so hat er sich ihr auch nach dem Tode als besonderer Wohlthäter durch ein bedeutendes Vermächtniss erwiesen. Unter 13 Legaten, die er zu verschiedenen milden Zwecken ausge- setzt hat, befindet sich eins von zweitausend Thalern, für alle ordentlichen Lehrer des Gymnasiums und die ältesten drei Hülfslehrer bestimmt, und ein anderes von zweitausend Thalern, das einen Unterstützungsfonds für solche Schüler der obern Classen des Real- Gymnasiums bilden soll, die sich einem Gewerbe widmen. Ausserdem hat sich die durch Abtretung eines bedeutenden Pensionsquantums schon bei Lebzeiten von ihm der Anstalt geschenkte Summe auf nahe tausend Thaler gemehrt und ist auf Vorschlag des Directors von Einèm Hochedlen Magistrat zu einem Stipendienfonds für Studirende des Real-Gymnasiums geneigtest bestimmt worden.
B. Lehrer.
In dem Collegium der ordentlichen Lehrer hat sich im Laufe des Schuljahres nichts geändert. Die im vorigen Programm erwarteten höhern Bestätigungen des neunten, zehnten und eilſten Lehrers sind erfolgt. Ein Hohes Ministerium der Geistlichen und Medicinal- Angelegenheiten hat dem Oberlehrer Herrn Dr. Seebeck das Prädicat Professor beigelegt.
Aus der Zahl der Hülfslehrer scheidet jetzt Herr Knochenhauer, der die erste Leh- rerstelle an der höhern Bürgerschule in Potsdam übernimmt.
Zu Michablis schied der Schulamtscandidat Herr Dr. Kuhn aus, der sein Probejahr an der Anstalt beendet hatte, im letzten Jahre hat auch Herr Geisler das Probejahr an derselben abgeleistet, und Herr Dr. Schäffer seit Michaélis als Candidatus probandus un- terrichtet.
Eine Hülfslehrerstelle wurde seit Ostern durch den Schulamtscandidaten Herrn Runge versehen, der auch noch ferner an der Anstalt unterrichten wird.


