Aufsatz 
Der Fuciner See / [Gustav] Kramer
Entstehung
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a τν νεοοοαꝓρσQνmν. Straho. Seitdem die Erdbeschreibung durch die grossartigen Bemühungen der neusten Zeit aus den engen Schranken einer sogenannten Hülfswissenschaft in wunderbarer Schnel- ligkeit zu freier, sicherer Selbständigkeit geführt ist, herrscht zwischen denen, wel- chen die Wissenschaft überhaupt etwas gilt, wohl kein Zweifel darüber, dass die mehr oder weniger abstracten Notizen, welche nach mancherlei meist ziemlich zufäl- ligen, äusserlichen Rücksichten bald geschickter bald ungeschickter, immer aber lose genug verknüpft, den Inhalt dieser Wissenschaft bis dahin ausmachten, nicht genügen können. Man ist darüber einig, obgleich freilich wohl mit sehr verschiedenem Be- wusstsein über den Inbalt der gestellten Forderung, dass es darauf ankomme, eine jede Erdstelle in ihrer ganzen Eigenthümlichkeit, in ihrer allseitigen Beziehung zur Natur und Geschichte, in dem ihr inwohnenden Gesetze zu erkennen. Unbezwei- felt ist schon die allgemeine Anerkennung einer solchen Ueberzeugung eine grosse Erwerbung. Allein so wie sie einerseits nicht würde so allgemein und lebendig ge- worden sein, wenn sie bloss theoretisch aufgestellt, und nicht zugleich, so zu sagen, thatkräftig und schöpferisch aufgetreten wäre in dem Werke, in welchem dieser Fort- schritt, nachdem er auf mehrfache Weise mächtig vorbereitet war, am umfassendsten und entschiédensten ausgesprochen erscheint, und welches Alle kennen, in Ritter's Erdkunde: ebenso würde sie bald ihren eigentlichen Werth und ihre Bedeutung ver- lieren, wenn sie, gleichsam als todter Schatz zurückgelegt, nicht immer weiter triebe zu stets vollständigerer, lebendigerer Ergreifung des unendlichen Stoffes, dessen Bewältigung noch sehr fern ist. Hier nun aber will es mir, trotz der geschäfligen Regsamkeit, die sich seit den letzten Jahrzehnten auf diesem Gebiete zeigt, scheinen, als würden die Erwartungen, welche dieselbe erregen kann, bei näherer Betrachtung des Einzelnen nicht befriedigt. Wohl wächst der Stoff durch unzählige Entdeckun- gen, deren kaum eine Zeit noch auf diesem Felde so viele gebracht hat, als die un- srige, täglich; wohl dienen die rüstigen Fortschritte auf den Gebieten nahe ver-

wandter Wissenschaften der Förderung auch der Erdbeschreibung nicht wenig: einer