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ausdauernden Fleiss, wie ihn diese gleichmässige Ausbildung erheischt, befördern die in diesem Reglement mit weiser Umsicht aufgestellten Vorschriften. Wegfallen wird fortan das Verweisen der grössesten Anstrengunglauf das letzte Semester des Schullebens. Gleichmässig während des ganzen Aufenthaltes in der ersten Classe muss der Jüng- ling seinen Fleiss bewähren, der auf ein gutes Anerkenniniss seiner Schulleistungen hofft, und es ist auf diese Art für eine würdige Ausfüllung derjenigen Lebenszeit ge- sorgt, welche für die Entwickelung des menschlichen Geistes so wichtig ist. Bei dem Zöglinge der ersten Classe soll sich die Richtung entscheiden, welche er seinem gei- stigen Leben in der Folge zu geben gedenkt; aus dieser Classe soll er daher so viel der allgemeinen Bildung, als die Schule nur zu geben vermag, mit hinübernehmen in die bestimmtere Laufbahn, die er nach der Schule einschlägt. Wie bedeutungsvoll, dass er diese Zeit mit anhaltender gleichmässiger Thätigkeit ausfülle! Mit tiefem Erfassen des Zweckes der Schule berücksichtigt ferner die gedachte Vorschrift eine beson- nene Erwägung des künftigen Berufes bei der Jugend, und gestattet, wo sich diese tüchtig und entschieden ausspricht, der dem eigenthümlich strebenden Jünglinge schwer zu entziehenden Vorliebe für einen besondern Gegenstand des Wissens, auch ihre Geltung; doch nicht so, dass nur eine einseitige Ausbildung, die als solche ein der Schule fremdes Element bleiben muss, die Reife zu höheren Studien bestimme.
Das Real-Gymnasium hat es immer zur Aufgabe gehabt, gleichmässige Aus- bildung im Lateinischen, Deutschen, Französischen, in der Mathematik und in den Naturwissenschaften zu bewirken, mit dem Unterrichte im Griechischen aber techno- logischen und englischen zu parallelisiren. In der ersten Classe desselben werden der lateinischen Sprache 7 Stunden, der griechischen 4(dafür bisher der Technologie 2, dem Englischen 2), der französischen 3, der deutschen(mit Einschluss der Literaturge- schichte und philosophischen Propädeutik) 3 gewidmet. Für Physik und Chemie sind 5, für Mathematik 4, für Geographie und Geschichte 3 angesetzt. Die Kunstfertig- keiten des Gesanges und Zeichnens werden in 4 Stunden geübt; wie die Ansicht der bis jetzt erschienenen Lehrpläne ergiebt, auf denen auch die Pensa jeder Classe angegeben sind. Es haben sich daher immer diejenigen Schüler, welche angemessene Zeit dem Unterrichte dieser Classe beigewohnt und regelmässigen Fleiss an den Tag selegt hatten, der gesetzlichen Prüfung unterwerfen können.
Im Jahre 1834 fand diese unter dem Vorsitze des Herrn Regierungs- und Schul- raths Dr. Lange am 278ten September im Lokale der Anstalt statt, und es konnten nach dem Ausfall derselben mit dem Zeugnisse der Reife entlassen werden:
1) Carl Friedr. Julius Schmundt aus Berlin, 19 Jahr alt, zehn Jahr auf der An- stalt, zwei Jahr in Prima, studirt jetzt Arzneikunde auf dem Königl. Friedrich- Wilhelms-Institut in Berlin.
2) Johann Eduard Wendt aus Berlin, 21 Jahr alt, vier Jahr auf der Anstalt, zwei Jahr in Prima, studirt Rechts- und Cameralwissenschaften in Berlin.


