39
sind der Stiftung gemäss mit Zastimmung der Herren Gymnasiarchen an drei bereits studi- rende Zöglinge der Austalt und an einen dazu geeigneten Primaner vertheilt worden.
Allen, die auf so freundliche und fürsorgende Art für das Gedeihen der Austalt im Ganzen und im Einzelnen Sorge tragen, bringe ich im Namen derselben den innigsten Dank.
Der schon in früheren Progammen erwähnte Zuschuss, welchen Sr. Majestät unser allergnädigster König dem Real-Gymnasium zur Beschaffung derjenigen den Zweck desselben befördernden Mitte]l, welche aus den Fonds der Anstalt nicht bestrittan werden können, huld- reichst gewährt hat, ist auch in dem abgelaufenen Schuljahre der Allerhöchsten Bestimmung gemäss zum Besten des Unterrichts und der Lehrmittel verwendet und die Wirksamkeit der Anstalt dadurch so bedeutend erhöht worden, dass Lehrer und Schäler in den allgemeinen Dank des Vaterlandes gegen seinen erhabenen Beschützer mit dem Gefihle besonderer Ver- pflichtung einstimmen zu können, begliicckt sinck.
*
VI. Verordnumgen der höhern Schulbehörden.
la den Verfügungen Eines Hohen Ministeriums und Hochlöblichen K. Schulcollegiums, welche hier aufzufübren sind, gehören besonders 1) die Verordnung, dass dem mathematischen Un- terrichte ein bestimmtes von den Lehrern gewähltes Lehrbuch zum Grunde liegen solle; 2) dass für den griechischen grammatischen Unterricht die Grammatik von Philipp Buttmann vorzugsweise eingeführt werden solle; 3) dass Theologen, die bei ihrem Abgange zur Uni- versität No. III. erhalten und sich auf der Universität nicht nachträglich ein besseres Zeugniss er worben haben, zur Präfung pro licent. conc. nicht zugelassen Werden; 4) dass von den Leh- rern und Ordinarien über die häusliche Aufsicht derjenigen Zoöglinge sorgfältige Erkundigungen einzuziehen seien, die nicht bei ihren Eltern wohnen, und solche Schiiler auf Gymnasien nicht geduldet werden dirften, deren Aulsicht mangelhaft erscheine. Ausserdem wurde von den Directoren ein Gutachten iiber die zweckmässigere Einrichtung der öffentlichen Prüfungen ein- gefordert. Den Directoren und Lehrern wurde mitgetheilt: ¼) das Protocoll der von den Di- rectoren und Lehrern in der Provinz Sachsen abgehaltenen Conferenzen; so wie die von dem Provinzial-Schulcollegium zu Magdeburg dariiber erlassené Circularver fügung; 2) die Nach- richt über den in der Universität Greifswald errichteten Lehrstuhl der Staatswitihacheßt
Emplfohlen wurden folgende Bücher: 1) das Naturzeichnen für den Schul- und Selbst- anterricht, vom Prof. Schmidt. 2) Althochdeutscher Sprachschatz oder Wörterbuch der alt- hochdeutschen Sprache, vom Regierungsrath und Professor Dr. Graff. 3) Bullarii magni ro- mani continuatio a Clemente XIII. usque ad Piam VIII. von Andreas Barberi. 4) Analyt. geometrische Aufgaben, von Holleben u. Gerwien. 5) Methodische Anleitung für den Unter- richt im Zeichnen, vom Zeichenlehrer Schmidt. 6) Die zugleich als Geschenk des K. Ministe- riums übersandten Vorlegeblätter zum Griechischschreiben, vom Oberl. Grasshoff. 7) Denk- miinzen zur Geschichte Sr. Majestät des jetzt herrschenden Königs v. Preussen, von Boltzen- ihal. 8) Arithmetische Unterhaltungen und 9) Geometrie des Euclides, von Unger.


