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III. Chronik des Grjmnasunns..
A. Lehrer.
I dem jetzt abgelaufenen Schuljahre sind in dem Lehrerpersonale der Anstalt weniger Ver- änderungen vorgekommen als in den friheren Jahren. Schmerzlich vermisst sie indessen einen ihrer wackersten Hülfslehrer, Carl Julius Sigismund Curtius, der in den letzten Tagen des vergangenen Jahres ihr durch den Tod entrissen wurde. Er war geboren am 28. März 1805 zu Verchesar bei Alt-Brandenburg, wo sein noch lebender Vater, jetzt Prediger zu Pritzerbe in der Mittelmark, damals dasselbe Amt verwaltete. Bis Ostern 1823 besuchte er das Gymnasium zu Brandenburg und studirte darauf in Berlin bis zum Jahre 1827 Theologie, Philologie und Philosophie, ibernahm dann eine Hauslehrerstelle zu München und kehrte 1830 nach Berlin zuriick, wo er sich durch die Oberlehrerprifung zur Uebernahme eines hö- heren Schulamtes befähigte. Seit Ostern 1832 unterrichtete er an dem cölnischen Realgym- nasium in alten und neuern Sprachen. Tiefer Ernst, religiöser Sinn und hoher Pflichteifer bildeten die Grundzige seines Charakters, womit sich jene freundliche Liebe zur Jugend ver- band, die für den Erzieher die schöuste Mitgabe ausmacht. Griindliche Kenntnisse in den verschiedenartigsten Disciplinen, besonders in den Sprachen, die er mit philosophischem Geiste zu umfassen und beredt darzustellen wusste, sicherten ihm die Achtung seiner Schiler, welche leider nur kurze Zeit seines anregenden Unterrichts genossen. Denn bereits im Sommer v. J. offenbarten sich die beunrubigenden Vorboten tieferer Brustleiden durch anhaltende Heiserkeit und bösartigen Husten, der im Herbste sich in Blutsturz verwandelte, und seinen sonst kräftigen Körper so schwächte, dass er vom Oktober 1833 an den Unterricht aussetzen und bald nachher auf's Land zu seinen Eltern reisen musste, bei denen er am 24. December Abends 9¹ Uhr sanft verschied. Litterarische Denkmale seines geistigen Wirkens, obwohl manche Arbeiten der Art eingeleitet waren, hat der noch Anstrebende nicht hinterlassen, aber unter den Lehrern, denen er sich als jüngerer Mitarbeiter erfolgreich anschloss, und unter den Schilern, die sich seines Unterrichtes erfreuten, wird sein Andenken treu be- wahrt werden.
Die im Februar 1833 erledigte Collaboratur(Programm 1833. S. 38. No. 5.) ist von Seiten Eines Hochedlen Magistrats mit Genehmigung der höheren Schulbehörden wiederbe- setzt durch den Herrn Heinrich Ludwig Polsberw, Dr. phil., Sohn eines verstorbenen IHauptmanns in K. K. Oesterreichischen Diensten, geboren zu Heilbronn, den 21. März 1806. Derselbe erhielt seine erste Schulbildung auf dem Gymnasium zu Frankfurt a. M., woselbst die Mutter als Wittwe sich niedergelassen hatte. Als diese 1822 nach Berlin gezogen war, besuchte er die obern Klassen des Friedrich-Werderschen Gymnasiums hie-
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