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sogenannten Phillipsit und fand, dass auch er ein Kali-Kalkkreuzstein war. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Kali- und Kalkgehalt des einen den Ba- rytgehalt des andern ersetzt, ohne dass dadurch eine bedeutende Aenderung in der Krystallform verursacht wird; mit andern Worten, dass in den Kreuæzstei- nen das Kali und die Kalkerde mit der Baryterde isomorph sind. Genauere Analysen werden darüber entscheiden. Jedenfalls muss aber der Kreuzstein j in zwei, durch Mischung, specifisches Gewicht und, wenn auch geringe, Formver- schiedenheit bezeichnete, Mineralgattungen zerfällt werden, von denen die eine, länger bekannte, den Namen Kreuzstein behalten, die zuletzt aufgefundene aber den, von Levy vorgeschlagenen und von Haidinger angenommenen, Namen Phillipsit führen könnte.
Dem Kreuzstein gehören die Krystalle von Andreasberg, Strontian, Kongsberg, Campsie in Stirlingshire, Oberstein und Schiffenberg an; dem Phillip- sit die von Marburg, Annerode, Aci Reale, Löwenberg, dem Vesur und dem irischen Riesendamm(Giant's Causeway).
Der Kreuzstein findet sich auf Erzgängen im ältern Gebirge, in den Mandelsteinen der Porphyre, oder theilt das geognostische Verhalten des Phil- lipsits, der stets nur in basaltischen Mandelsteinen oder Basalten selbst vorge-
kommen ist.
Friedr. Koehler.


