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3. Franz Klöckner, geboren zu Fritzlar am 12. Auguſt 1843, Sohn des Buchbindermeiſters Klöckner daſelbſt, katholiſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1859, will Theologie ſtudiren.
4. Friedrich Lotz, geboren zu Hanau am 27. Februar 1844, Sohn des Gymnaſiallehrers Dr. Lotz zu Julda, evangeliſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1857, will Philologie ſtudiren. 3
5. Martin Naͤgel, geboren zu Fritzlar am 23. März 1843, Sohn des Sattlermeiſters Nägel daſelbſt, katholiſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1859, will Theologie ſtudiren.
6. Ludwig Schweinsberg, geboren zu Friedlos am 15. September 1839, Sohn des Lehrers Schweinsberg zu Wehrda, evangeliſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1856, will Cameral⸗ wiſſenſchaft ſtudiren.
7. Richard Wehner, geboren zu Fulda am 12. Juni 1842, Sohn des Lehrers Wehner daſelbſt, katho⸗ liſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1852, will Mathematik und Naturwiſſenſchaft ſtudiren.
8. Karl Weidenmüller, geboren zu Kaſſel am 23. Auguſt 1843, Sohn des Rentmeiſters Weiden⸗ müller zu Mackenzell, evangeliſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1853, will Mathematik und Naturwiſſenſchaft ſtudiren.
9. Otto Weismann, geboren zu Rinteln am 11. Juli 1843, Sohn des Gymnaſiallehrers Dr. Weis⸗ mann zu Fulda, evangeliſcher Confeſſion, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1852, will Jurisprudenz ſtudiren.
Es erhielten Lotz, Nägel, Wehner, Weidenmüller und Weismann das Prädikat„ſehr gut vorbereitet,“ Richard von Boxberger das Prädikat„gut vorbereitet“; Hermann von Boxberger und Schweinsberg das Prädi— kat„ziemlich gut vorbereitet“; Klöckner das Prädikat„befähigt“.
3. Stipendien und Veneſicien.
Das Staatsſtipendium, im Geſammtbetrage von 75 Gulden, wurde zu je 25 Gulden dem Ober⸗ primaner Richard Wehner und den Unterprimanern Nikolaus Füller und Joſeph Wiegand; das Och'ſche Stipen⸗ dium, im Geſammtbetrage von 90 Gulden, zu je 10 Gulden den Oberſecundanern Joſeph Deſchauer, Conſtantin Güth und Heinrich Neuß, dem Obertertianer Ludwig Knorz, den Untertertianern Kilian Axt, Johann Boſing und Georg Hohmann, den Quartanern Emil Keitz und Balthaſar Kircher; das Haberſac'ſche Stipendium, im Geſammtbetrage von 24 Gulden, zu je 12 Gulden den Unterſecundanern Johann Böſchen und Gabricl Gensler verliehen; von dem Wehner'ſchen Stipendium erhielt der Untertertianer Ivo Beck 14 Gulden, der Unterter⸗ tianer Wilhelm Kreis 10 Gulden.
Die im Herbſt 1852 begründete„Wohlthäterſtiftung für dürftige und würdige Schüler des Gymnaſiums zu Fulda“ wurde auch in dieſem Schuljahr durch eine von den Herren Domdechant und Genecralbicar Hoh⸗ mann, Nentmeiſter Kriſch, Hofapotheker Rullmann und Medicinalrath Dr. Wiegand im Kreiſe wohlthä⸗ tiger Freunde des Gymnaſiums veranſtaltete Sammlung apſehnlich vermehrt. Von dem Ertrage dieſer Samm⸗ lung konnten ſogleich 70 Gulden zur Unterſtützung von 5 braven Schülern, einem Oberprimaner mit 20 Gulden, einem Unterſekundaner und einem Obertertianer mit je 15 Gulden, einem Untertertianer und einem Quintaner mit je 10 Gulden verwendet und zudem der Kapitalfonds der Stiſtung um die Summe von 146 fl. 37, kr. vermehrt werden. Hierdurch und durch Hinzufügung der Zinſen iſt derſelbe, welcher zu Oſtern v. J. 486 fl. 52 kr. 3 hlr. betrug, auf die Summe von 551 fl. 29 kr. 1 hlr. angewachſen, wovon 175 fl. bei Kurheſſiſcher Landeskreditkaſſe zu 4 Prozent, 376 fl. 29 kr. 1 hlr. bei der hieſigen Sparkaſſe zu 3 ½ Prozent angelegt ſind.
Den verehrten Herrn, welche dieſe Stiftung ins Leben gerufen und beharrlich gefördert, ſowie allen Freunden des Gymnaſiums, welche ſich bei derſelben durch Beiträge betheiligt haben, ſpreche ich im Namen der Anſtalt den verbindlichſten Dank auch öffentlich aus. 4
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