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Directors, welcher ſich ſehr glücklich ſchätzen würde, wenn ſein Mitwirken bei der Schulconferenz wenigſtens ſo ertragreich geweſen ſein ſollte, als er es von dem ununterbrochenen Fortwirken in ſei⸗ nem hieſigen Amte hätte hoffen dürfen. Wie dieß aber auch ſein mag, ſo wird ihn die gewonnene unzerſtörbare Ueberzeugung von dem Wirken einer eben ſo weiſen als humanen Oberbehörde, wie die herrliche Erinnerung an das Zuſammenleben mit ſo vielen wahrhaft ausgezeichneten, durch Ein⸗ ſicht und Begeiſterung für ihren Beruf gleich hervorragenden Amtsgenoſſen und die daraus erwach⸗ ſene Erregung und Erhebung ein koſtbares Ergebniß jener Berathungen ſein und er benützt die ihm hier dargebotene Gelegenheit, ſeinen Amtsgenoſſen, die ihn gewählt, für dieſen ſchönen Gewinn wie für das ihm durch die Wahl bewieſene Vertrauen ſeinen innigſten Dank zu ſagen.
In die Zeit ſeiner Abweſenheit fiel auch der, unter der Leitung ſeines Vertreters am Tage nach dem blutigen Straßenkampfe in Breslau abgehaltene Maiſpaziergang, den der Director im vo⸗ rigen Jahre wegen der unruhigen Zeitverhältniſſe unterlaſſen und mit einzelnen Klaſſen⸗Spaziergängen vertauſcht hatte. Der während der Luſtbarkeiten in Oswitz über die Stadt gekommene Belagerungs⸗ zuſtand nöthigte bei der Heimkehr zu einer Auflöſung des Feſtzuges in weiterer Entfernung von der Stadt. Den heitern Sinn der Jugend hatten weder die trüben Bilder des vorigen Tages noch die Ungunſt der Witterung zu ſtören vermocht.
Bei ſeiner Rückkehr fand der Director den Candidaten Dr. Resler bereits nach Oppeln als Collaborator verſetzt und keinen Erſatz für ihn da. Zwei Lehrer, der Ordinarius Idzikowski und Candidat Wahner ſahen ihrer Einziehung als Offiziere zur Landwehr mit jedem Tage entgegen und dieſe erfolgte auch während der Pfingſtferien. Es entſtand hieraus, wie ſchon oben bemerkt worden, große Verlegenheit, bis durch die Rückkehr des Candidaten Dr. Schedler von ſeiner Vertretung in Leobſchütz und den Eintritt der Candidaten Steinmetz und Puls, die Stunden nothdürftig unterge⸗ bracht wurden, wobei der Direktor, Oberlehrer Winkler und Collaborator Dr. Kuſchel ihre Vertre⸗ tungsſtunden bis an's Ende des Schuljahres beibehielten.
Am 26. Juni erhielt Dr. Kuſchel die Collaboratur, welche im vorigen Jahre ſchon errich⸗ tet, bei Regulirung des Etats für 184% von der Ober⸗Rechnungskammer wegen Unzulänglichkeit der Fonds der Gymnaſialkaſſe eingezogen, auf dringenden Betrieb des Directors aber auf's Neue mit Genehmigung Sr. Majeſtät mit 300 Thlr. Gehalt begründet worden war.
Das Gymnaſium bedarf aber, ſo lange es in ſeiner Stärke von 12 getrennten Klaſſen be⸗ ſteht, noch zweier Collaboratoren, wenn es nicht immer wieder in die Noth wie dieſen Sommer ge⸗ rathen ſoll. Die Stellen derſelben bekleiden jetzt Mitglieder des pädagogiſchen Seminars und ein Candidat, der ſein Probejahr ablegt. Erſtere beiden können bald von dem Director des Seminars abgerufen und anderswohin geſchickt werden; letzterer iſt mit Ende ſeines Probejahres nicht mehr länger an das Gymnaſium gebunden. Es iſt daher im Intereſſe der Anſtalt eben ſo ſehr zu wuͤn⸗ ſchen als zu hoffen, daß das auf Errichtung noch zweier Collaboraturen gehende Geſuch des Direc⸗ tors geneigtes Gehör an höchſter Stelle finden werde.
Die Abiturienten⸗Prüfung für den Michaelistermin wurde unter dem Vorſitz des Herrn Regie⸗ rungsraths Dr. Vogel dieß Jahr ſchon in den Tagen des 11., 12., 18. und 20. Juli abgehalten. Es hatten ſich dazu 43 Schüler des Gymnaſiums und vier Fremde gemeldet, doch war einem der Schüler, Ladislav von Minczynski aus Mielencin, der am griechiſchen Unterricht keinen Theil ge⸗


