Aufsatz 
Über den Zweck von Aristophanes Thesmophoriazusen / Julius Zastra
Entstehung
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krankte wiederholt und mußte, zur Herſtellung ſeiner Geſundheit einige Wochen vor dem Schluſſe ins Bad reiſen. Da nun außer dieſen langwierigen Unterbrechungen auch öfter ſchneller vor⸗ übergehende Erkrankungen vorkamen, ſo ward dadurch die Thätigkeit, der, bei der ungemein großen Frequenz der Anſtalt ohnehin, zumal mit Correcturen überhäuften Lehrer ſehr in An⸗

ſpruch genommen.

Die Prüfung der, für den vorjährigen Michaelistermin angemeldeten Abiturienten wurde unter dem Vorſitze des Herrn Conſiſtorialraths, Profeſſor Dr. Schulz in den Tagen des 5., 6. und 7. Octobers vorgenommen. Zu prüfen waren 28 Schüler des Gymnaſiums und 5 Extranei, von denen 24 Schüler und 3 Extranei als reif befunden wurden, 4 Schüler und 2 Exrtranei nicht beſtanden; ein Schüler und ein Extraneus waren vor der mündlichen

Prüfung zurückgetreten.

Die 25 für reif befundenen Schüler des Gymnaſiums erklärten ſich in nachſtehender Art über ihre beabſichtigten Studien: Herrmann Finger aus Schweidnitz, Ignaz Günther aus Tempelfeld, Franz Heller aus Breslau, Carl Heumann aus Frankenſtein, Theodor Hoffmann aus Breslau, Franz Jenſch aus Löwenberg, Carl Ilgner aus Nimkau, Carl Lange aus Schmottſeifen, Herrmann Neugebauer aus Bankwitz, Joſeph Nitſchke aus Kanterwitz, Franz Scholz I. aus Hayn, Franz Scholz II. aus Schlaupitz, Joſeph Stelzer aus Herrmannsdorf, Carl Stern aus Breslau, Guſtav Wittiber aus Jauer, Anton Zyla aus Altendorf wollten katholiſche Theologie, Finger, Stern und Wittiber in Verbindung mit Philologie; Otto Bayer aus Blu⸗ menau, Aloys Grötſchel aus Deutſch⸗Roſen, Wilhelm Schnabel und Alexander Sommer aus Breslau Jurisprudenz; Johann Frenzel aus Koſtenthal, Adolph Knobloch aus Senditz, Theodor Röder aus Gottow, Robert Rohowsky aus Breslau endlich Medizin, ſämmtlich in Breslau ſtudiren. Alle Examinanden aus der Zahl der Schüler des Gymnaſiums hatten 2 Jahre in der oberſten Klaſſe geſeſſen.

Am 10. October wurden dieſe Abiturienten vom Director feierlich entlaſſen. Nach ei⸗ nem Geſange als Einleitung ſprach der Abiturient Finger die Gefühle des von der Anſtalt ſcheidenden Zöglings aus, und der Primaner Herrmann Schedler ſchloß an ſeinen Vortrag über die hohe Wichtigkeit der Jugendzeit für das ganze Leben Worte des Abſchieds an die Abgehen⸗ den. An dem Geſchäft der Prüfung hatte der ausſcheidende Oberlehrer Stinner noch Theil genommen; der Director nahm daher die Gelegenheit wahr, ihm öffentlich den Dank für ſein eben ſo redliches, als erfolgreiches Wirken, den Schmerz ſeiner Amtsgenoſſen über ſein Scheiden und deren wärmſten Wünſche für ſein ferneres Wohl auszuſprechen. Die Zöglinge der Anſtalt drückten ihre Gefühle in einem, dem Scheidenden überreichten Gedichte aus, das von der Bitte begleitet war, zwei Werke als Andenken und als ſchwaches Zeichen der Dankbarkeit annehmen zu wollen. Oberlehrer Stinner beantwortete die an ihn gerichteten Worte mit einer gemüthvollen tief ergreifenden Abſchiedsrede; ein Geſang ſchloß die Feier. 3

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