Aufsatz 
Über den Zweck von Aristophanes Thesmophoriazusen / Julius Zastra
Entstehung
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c) Techniſche Fertigkeiten und Künſte. (Siehe das Nachſtehende.)

Der Unterricht im Zeichnen, Singen und Schreiben.

Der Zeichnenunterricht wurde vom Profeſſor Schall in 12 Amtsſtunden und 2 freiwillig gegebenen Mehrſtunden und 5 Abtheilungen ertheilt, von denen die erſten beiden die Sexta und Quinta, die aber, ihrer Frequenz wegen, jede in 2 Cötus getheilt waren, die dritte und vierte die Begabteren der Quarta und Tertia, die fünfte endlich diejenigen Secundaner und Primaner umfaßte, welche Luſt und Geſchick zum Zeichnen zeigten. Sonach hatte jeder am Zeichnenunterrichte theilnehmende Schüler wöchentlich 2 Stunden, mit Ausnahme der Pri⸗ maner, denen hierzu nur eine Stunde übrig blieb. Auf Sexta und Quinta kamen aber, we⸗ gen ihrer Theilung, im Ganzen je 4 Stunden. In Sexta wurden die erſten allgemeinen Elemente, Linien, Winkel, geometriſche Figuren, einfach und in verſchiedenartigen Zuſammen⸗ ſtellungen, auch einfache Gegenſtände in geometriſcher Anſicht jedoch aus freier Hand gezeich⸗ net. In Quinta wurden die Elemente fortgeſetzt, beſonders das perſpectiviſche Zeichnen, nach Vorlegeblättern und Modellen, verbunden mit der Schattenlehre für den Umriß; auch Pflan⸗ zenzeichnen nach der Natur und Ornamentenzeichnen kam vor. In Quarta fanden die erſten Uebungen im Blumen⸗ Landſchafts⸗ und Kopfzeichnen im Umriß ſtatt. In Tertia trieben die Schwächern noch Uebungen im Umriß und in den Elementen des Schattirens; die Geübte⸗ ren begannen ausgeführte Zeichnungen, dergleichen die Secundaner und Primaner mit ſchwarzer Kreide, der Feder und dem Pinſel ausführten.

Den Geſangunterricht ſetzte der Kapellmeiſter Hahn in 5 Stunden wöchentlich und in vier Abtheilungen, von denen drei den untern 3 Klaſſen entſprachen, die vierte die Geübte⸗ ſten aller Klaſſen und Stimmen umfaßte, in bisheriger Weiſe fort. Eine Anzahl der zuver⸗ läßigſten Discantiſten und Altiſten nahm auch vorſchriftsmäßig an den Uebungen des Königl. Inſtituts für Kirchenmuſik wieder Antheil.

Im Schreiben verfuhr der Schreiblehrer, Rector Haucke, nach ſeiner genetiſchen Me⸗ thode; es waren dem Unterrichte in Sexta und Quinta je drei Stunden gewidmet.

Wie früher, hatte auch im abgelaufenen Schuljahre der Religions⸗ und Oberlehrer Stenzel einer Anzahl Schüler, dießmal 123, in beſondern Stunden Beicht⸗ und Commu⸗ nion⸗Unterricht ertheilt und am 23. Mai ſind davon 52, welche ſich in der Prüfung als ge⸗ nügend vorbereitet bewährt hatten, mit angemeſſener Feierlichkeit zum erſtenmal zum Tiſche des Herrn geführt worden. Eben ſo iſt von ihm der feierliche Vor⸗ und Nachmittags⸗Gottes⸗ dienſt an Sonn⸗ und Feſttagen, ſo wie die tägliche Frühmeſſe abgehalten, auch die Schüler aller Klaſſen viermal im Jahre in beſondern Andachtsſtunden zum Empfang der heiligen Sa⸗ cramente der Buße und des Altars vorbereitet worden.