Aufsatz 
"Tod und Sterben" in der modernen Lyrik : eine literarische Studie mit einer Beigabe eigener Gedichte / von Bonifaz Rauch
Entstehung
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Die Königskrone.

Durch Brüssels straßen jagt der schnee in wildem Tanze Und hüllt sie ein mit seinem bleichen Dämmerglanze.

Es schwebt mit Geisterblick umher das nächt'ge schweigen; Nur drüben schwingen sich bei Fackelschein die Reigen,

Wo Bayerns Kurfürst lud in seinem Prachtpalaste

Das Goldgeschmeide und den Perlenglast zu Gaste.

Verrauscht der Tanz! Fanfaren tönen in die Runde, Des Vorhangs Purpur teilt sich in des saales Grunde: Ein Knabe ruht auf eines Abhangs Blumenwiese,

so hold wie einst die Unschuld schlief im Paradiese. Und schmeichelnd wiegen Klänge sich in weichen Wellen, Bis rasch zu lautem Jubelchor die Weisen schwellen.

Da regt das Kind erwacht die schlanken Glieder;

sieh! eine Lichtgestalt schwebt aus der Höhe nieder. Reich wallen auf die schulter goldnen Haares Flechten, Das Wittelsbacher Banner wallt in ihrer Rechten.

Und während die Musik erklingt wie Feierglocken, Hält eine Krone sie ob seinen Ringellocken.

Nun brausen wie im siegesjubel hell die Töne, Und huld'gend nah'n Italiens und SPaniens söhne.

Wie Meeresbranden dröhnt es:Heil Emmanuels sohne! Dem Prinzen von Asturien Glück zu SPaniens Throne!

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