Aufsatz 
De Arati Solensis aetate Quaestionum chronologicarum specimen primum / Reinhold Koepke
Entstehung
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Unterricht im Gesange. Im Sommer Fleischer, im Winter Köllner.

Erster Chor: Vierstimmige Gesänge: Choräle, Volkslieder, Motetten. Zweiter Chor:- Zweistimmige Choräle und Lieder. Dritter Chor: Einstimmige Choräle und Lieder.*

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Facultativer Zeichenunterricht für die Schüler der drei oberen Gymnasial-Classen.

Tertia(mit Secunda und Prima combinirt). Freihandzeichnen nach Vorlegeblättern. Anwendung der Estampe und Zeichnen mit 2 verschiedenen Kreiden 2 St.

Secunda und Prima. Uebungen im Baumschlag(nach Alex. Calame, Alexius Geyer etc.), im Zeichnen von Thieren und menschlichen Figuren, besonders aber von in 2 verschiedenen Kreiden ausgeführten Köpfen. Uebungen im Laviren mit chinesischer Tusche und Sepia, sowie im Aquarellmalen und im Federzeichnen. Perspective. Aus der Lehre von Licht und Schatten die hauptsächlichsten Regeln. 2 St. Pieritz.

Turnunterrichr.

Die Schüler des Gymnasiums bildeten vier, die der dreiclassigen Vorschule drei Turnabtheilungen, von denen jede wöchentlich 2 Stunden turnte. Ausserdem wurden im Wintersemester wöchentlich zwei Vorturnerstunden abgehalten. Die Schüler der Vorschule wurden hauptsächlich zu Frei- und Ordnungs- übungen herangezogen, zu denen bei den Schülern der Classe III. noch Freispringen und Hangübungen am Reck, bei 4 Behälern der Classe II. Stützübungen am Barren und bei den Jehülern der Classe I. Kletterübungen hinzutraten. Am Gymnasium bildeten die drei Oberclassen nebst III. r. die erste, Quarta nebst IV. r. die zweite, Quinta die dritte und Sexta die vierte Turnabtheilung. Alle Abtheilungen wur- den neben Lauf-, Frei-, Ordnungs-, Stab- und Hantelübungen in Riegen mit Uebungen an den Keräthen bei einmaligem Wechsel derselben beschäftigt. Müller.

Folgende Themata sind von den Sehülern der Prima und Secunda schriftlich bearbeitet worden.

a. im Deutschen. 1. Prim a; 1) Rede der Kerkyräer in Korinth. 2) Erklärung des 3. Auftr. I. Act. der Iigenie. 3)

Ein gutes Wort findet einen guten Ort. 4) Beten hilft, doch nicht allein: man muss dabei auch thaä- tig sein. 5) Charakteristik des Pylades in Goethe's Iphig. 6) Das Vergnügen darf nur das Komma

im Satze sein. 7) Wodurch hat das moderne Drama den Chor des antiken Drama' ersetzt? 8

Entzweiung des Oedipus und Tiresias im Oed. rex und Versöhnung des Don Manuel und Don Cesar

in der Braut von Messina. 9) Nobvog dtauioν dν⁴ϑο dtæννναινν αμνο, axον ꝛdĩ xdν 2 uεeg pvyolng α. 10) Lenore, Ged. von Bürger. 7 4

2. Secunda.

1) Die Braut von Messina, Erzählung nach Schiller. 2) Der Krieg ist schrecklich, wie des Himmels Plagen, Doch ist er gut, ist ein Geschick, wie sie. Schiller. 3) Tell's L. eben nach Schiller und Uhland. 4) a. Von der Stirne heiss rinnen muss der Schweiss u. s. f.(Chrie). b. Uebersetzun einer Stelle der Odyssee in der Nibelungenstrophe. 5) Erwiderung Catilinas auf Ciceros Rede in der Senatssitzung am 8. November(nach Salust). 6) Die Geschichte der Tantaliden nach Goetbes Iphi- genie. 7)(Clausurarbeit) a. Nichts hat mehr Achnlichkeit mit dem Tode, als der Müssiggang. Frie-