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im Jahre 1824 eine deutsche Uebersetzung des ganzen Werkes beendet. Da sie ihm aber nicht genügte, begann er einzelne Theile desselben umzuarbeiten. Proben dieser zweiten Be- arbeitung erschienen seit dem Jahre 1834 in einer der geachtetsten philologischen Zeitschriften, Anfangs anonym, später, als sie Beifall fanden, unter seinem Namen. Dieser Beifall erfreute und ermunterte ihn so sehr, dass mit jedem Jahre, selbst als die Geschäfte seines letzten Amtes seit 1838 ihm nur sehr selten gestatteten, den lieb gewordenen Autor zur Hand zu nehmen, der Wunsch in ihm stieg, sein Manuscript nochmals genau durchzusehen und dann drucken zu lassen. Dies schien er sich als die Hauptbeschäftigung seines Lebens zu denken, als er sich nicht mehr verheimlichen konnte, dass sein siecher Körper den Beschwerden des öffentlichen Amtes nicht mehr gewachsen sei. Ja, noch zwei Tage vor seinem Tode erkundigte er sich lebhaft, ob eine von ihm in dieser Hinsicht gewünschte Anfrage geschehen und welchen Erfolg sie gehabt habe. Nach seinem Tode fand sich ausser einer Uebersetzung des Sallust die 1824 beendete und später vielfach verbesserte Uebersetzung des ganzen Livius, und von der neuen Redaction die ersten fünf Bücher beendet und ins Reine geschrieben vor. Selten mag die Uebersetzung eines lateinischen Prosaikers mitsolcher Liebeso viele Jahre lang gehegt und gepflegt worden sein; er wurde nicht müde, den ganzen Reichthum der deutschen Sprache mit wahrhaft philologischer Sorgfalt durchzumustern, um einen dem römischen Ausdrucke sich möglichst nähernden deutschen zu finden. Dass dem Verstorbenen bei so lebhafter Theilnahme an den classischen Studien wenigstens bis zum Jahre 1838 keine neuere Ausgabe lateinischer Schrift- steller, kein neueres Werk über römische Alterthümer und Geschichte entging versteht sich ebenso von selbst, als es hieraus erklärlich wird, warum er dem an seine Guratel gewiesenen Gymnasium ein so lebhaftes, nie ermüdendes Interesse schenkte. Der herzlichste Dank folgt ihm nach.
Seit seinem Tode hat sich der Syndicus und Stadtrath Herr Anders als stellvertretender Curator des auch ihm, als einem besonders geliebten Schüler Manso's, theuren Magdalenen- Gymnasiums sehr treulich, thätig und erfolgreich angenommen, was zu um so lebhafterem Danke verpflichtet, als die verflossenen Monate auch dem Curatorium viel mehr Geschäfte als gewöhnlich gebracht haben..
Die längeren Sommerferien verstatteten dem Collegen Dr. Bartsch und dem Lehrer Carl Seltzsam die frühere Badecur zu wiederholen. Während sie dem letztern, wie wir hoffen, seine frühere feste Gesundheit wiedergebracht hat, ist der erstere in der zweiten Hälfte des Februar wieder schwer erkrankt und noch ausser Stande Unterricht zu ertheilen. Die Vertretung wird durch die gütige Bereitwilligkeit der Schnlamtscandidaten Platen und Dr. Elsner, welche das ganze Jahr hindurch ausserdem in einigen Stunden wöchentlich unterrichtet haben, und des Mitgliedes des Königl. pädagogischen Seminars Dr. August Petermann, welcher seit Michaelis einige Stunden übernommen hat, sehr erleichtert. Ausser ihnen haben die Schulamtscandidaten Hänel und Dr. Körber bis Michaelis, wo sie als Collegen am Flisabetanum angestellt wurden, und Dr. Ernst Julius Brix, Mitglied des Königl. pädagogischen Seminars, seit Michaelis Unter- richt ertheilt. Endlich hat Dr. Beisert, Mitglied des Königl. pädagogischen Seminars, auch in diesem Jahre die schon im vorigen Programm erwähnten Stunden gegeben. eSte 85
Herr Professor Dr. v. Glocker, welcher dem Magdalenen-Gymnasium seit dem Jahre 1819 als College, seit 1825 als Prorector angehört, seit 1834 aber nur noch 5 bis 6 Stunden, zuletzt I St.


