Aufsatz 
Die Einfälle der Normänner in Teutschland : eine historische Abhandlung / Georg Lauteschläger
Entstehung
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Oder vergaßeſt du ſchon, wie nach Ilions heiliger Stadt du Mit dem verſammelten Volk der Achaier dich ſcheuteſt zu ſchiffen, Bis dich verzagenden dann und ſich ſtraͤubenden gegen die Abfahrt Atreus Geſchlecht herfuͤhrt'; o, waͤrſt du doch nimmer gekommen! Denn du beredeteſt uns, den beruͤhmten Poͤantiſchen Sproͤſſling Laut aufſtoͤhnend und krank auf der fruchtbaren Lemnos zu laſſen. Doch nicht dieſem allein erſannſt du trauriges Unheil, Sondern dem Held Palamed auch brachteſt du ſchweres Verderben, Der dich ſo ſeht uͤbertraf an Kraft und verſtaͤndigem Rathſchlag. Nun gar erkuͤhnſt du dich auch, mit mir den Streit zu beginnen, Weder der Wohlthat gedenk, noch irgend ſcheuend im Herzen Den dir ſo weit uͤberlegenen Mann, der dich, weil du bebteſt Vor der Trojaner Gedraͤng, einſtmals errettet im Kampfe, Da in dem Schlachtengewirr Huüſles umringt von dem Feinde, Selber entfliehend in Angſt dich die uͤbrigen Griechen verließen. Haͤtte bei jenem Gefecht auch mir die gewaltige Thatkraft Zeus doch erſchreckt von dem Himmel herab, damit dich die Troer Mit zweiſchneidigem Schwert in Stuͤcken haͤtten gehauen, Gierigen Hunden ein Mahl; dann nimmer wuͤrdeſt du ſtreben, Mir zu begegnen im Streit, auf truͤgriſche Liſten vertrauend. Elender, der du geprahlt, an Kraft die uͤbrigen alle Weit zu beſiegen, warum im Gedraͤnge verborgen verzagſt du, Muthigen Herzens, wie ich, die ſchnell hinſegelnden Schiffe Außer der Schaar zu beſchuͤtzen? Weil Furcht dich ergriffen; du wehrteſt Nicht von den Schiffen die Gluth; doch ich mit furchtloſer Seele Stellte dem Feuer mich dar und dem Hektor, der vor mir zuruͤck wich Ueberall in dem Kampf, wo du ihn beſtaͤndig gefuͤrchtet. Haͤtte man doch in der Schlacht uns zum Kampfpreis damals verheißen, Als ſich erhoben der Kampf um den edlen gefallnen Achilleus, Daß in das Lager du mich aus der Feind' andraͤngenden Haufen Haͤtteſt entraffen geſehn die ſo kuͤnſtlich gebildeten Waffen Sammt dem Gewaltigen ſelbſt, dem Achilleus, und jetzo begehrſt du, Trauend auf liſtiges Wort und Beredſamkeit ſolche Geſchenke! Nimmer ja haſt du die Kraft, mit des Aeakiden, des Tapfern, Trefflichem Waffengeraͤth dich zu ruͤſten, noch kannſt du die Lanze Schwingen in ſchwaͤchlicher Hand; doch mir ſind alle gefertigt Paſſend; und mir auch gebuͤhrts, ſo glaͤnzende Waffen zu tragen, Welcher ich wahrlich des Gottes vorzuͤglichſte Gabe nicht ſchaͤnde. Aber, was ſchmaͤhe ich denn mit ſchimpflichen Reden und Worten,

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