Aufsatz 
Die Strauch- und Blattflechten von Hessen, besonders von Rheinhessen : Ein Beitrag zur Flechtenflora / von Wilhelm Bremme
Entstehung
Einzelbild herunterladen

39

bäumen, jedoch nicht häufig. Fundorte: An Eichen auf der Knoblochsaue, an Pappeln zwiſchen der Oppenheimer Fahrt und Geinsheim. 2. Lappen aufrecht, kraus, wellig verbogen, am Rande zurückgeſchlagen, ſtaubig: Imbricaria perlata, L.. An alten Laub⸗ und Nadelbäumen; nicht häufig. Fundorte: Zwiſchen Mombach und dem Leniaberg, Wöllstein, Seeheim. b. Thallus kleinlappig, dünnhäutig; Lappen nur 1 bis 2 mm breit. 1. Thallus weißgrau. Lappen abgerundet, ge⸗ eerbt: Imbricaria aleuritis, Kbr. An Kiefern, Brettern, Planken; nicht häufig. Ich ſammelte die Flechte zwiſchen Langen und Walldorf. 2. Thallus bläulichgrau. Lappen lineal: Imbricaria hyperopta, Ach. An Nadelhölzern und faulem Holze. Fundorte: Auf dem Melibokus und Donnersberg.

II. Thallus gelbgrün oder ſchmutzig gelblich.

a. Thallus derbhäutig, anſehnlich, mit loſe angedrückten, meiſt abgerundeten Lappen; Lappen 0,3 bis 1 em breit.

a. Thallus wellig gerunzelt, kaum glänzend, einge⸗ ſchnitten gelappt. Lappen ziemlich groß, breit ge⸗ rundet, am Nande gekerbt. Früchte ſehr ſelten:

Imbricaria caparata, L. Runzelige Imbriearie. Überall an alten Laubbäumen, beſonders an Kirſch⸗ bäumen, ſeltner an Felſen. Fundorte: Nierstein (Rehbachthal), Knoblochsau, Wöllstein(Olberg, auf Steinen), Frei-Laubersheim, Leniaberg, Bingen

(Rochusberg), Rossdorf(W. Wagner).

b. Thallus glatt und glänzend mit nicht großen, wiederholt buchtig eingeſchnittenen, oft gabelig ge⸗ teilten Lappen und wellig buchtigen Rändern. Früchte reichlich:

Imbricaria conspersa, Ach. Geſprenkelte Imbricarie. Vorzüglich an quarzhaltigen Steinen und Felſen. Fundorte: Wöllstein(Olberg und Höllberg), Neu-Bamberg, Rheingrafenſtein, Dannenfels (Moltkefelſen), Rossdorf(W. Wagner), zwiſchen Secheim und Jugenheim, auf dem Felsberg.