Aufsatz 
Die Strauch- und Blattflechten von Hessen, besonders von Rheinhessen : Ein Beitrag zur Flechtenflora / von Wilhelm Bremme
Entstehung
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ſeits ſchwarz und weißfleckig, die mittlern Lappen gewölbt, an den ſtumpfen Enden durchlöchert, die peripheriſchen angedrückt, wieder⸗ holt fiederſpaltig, öfters weißliche Sorredien tragend. Apothezien ſitzend, rotbraun. Sporen einzellig, zu zwei bis vier in breiten, kurz⸗keulenförmigen Schläuchen, groß, breitgeſäumt. Spermatien gerade. Sterigmen gegliedert. Nur eine Art: Menegazzia terebrata, Kbr. Durchlöcherte Menegazzie. An Fichten und Tannen, an Erlen und Wachholder, nicht häufig. Fundorte: Nur einmal bei Dannenfels am Donnersberg gefunden.

18. Imbricaria, Schrb. Imbricarie.

Thallus blattartig, horizontal ausgebreitet, verſchiedenartig gelappt und gefärbt, unterſeits faſerig. Apothezien ſchüſſelförmig, thallodiſch berandet. Schläuche vier⸗ bis achtſporig. Sporen ein⸗ zellig, farblos. Spermatien gerade; Sterigmen gegliedert.

Arten: I. Thallus vorherrſchend graugrün oder grau.

A. Thallus unterſeits nackt. Thalluslappen gabelig geteilt, oft aufſtrebend, locker angewachſen, mit aufſteigenden, weißlich beſtäubten Enden:

Imbricaria physodes, Ach. Blaſige Imbriearie. An der Rinde verſchiedener Bäume, an freiliegenden Steinen überall gemein. Fundorte: Nierstein(Reh⸗ bachthal), Knoblochsau, Trebur, Leniaberg, Wöll- stein, Neu-Bamberg, Frei-Laubersheim, Dannen- fels, Seeheim. B. Thallus unterſeits faſerig oder filzig. a. Tappen netzgrubig gerunzelt, buchtig gelappt, ſtumpf⸗ eckig: Imbricaria saxatilis, L. Stein⸗Imbricarie. An Rinden, altem Holz, Steinen und Felſen ge⸗ mein. Fundorte: Geinsheim, Schloß Auerbach, Melibokus, Leniaberg, Bingen(Rochusberg), Wöll- stein, Dannenfels. b. Lappen glatt und eben, höchſtens etwas runzelfaltig oder ſtaubig. a. Thallus großlappig, derbhäutig. Lappen bis 1 em breit. 1. Lappen anliegend, gerundet, gekerbt: Imbricaria tiliacea, Ehrh. Linden⸗Imbricarie. An Linden, Eichen, Kaſtanien und andern Laub⸗