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Den erwachten, freien Geiſt entzuͤckt; Wenn er himmliſch froh zum letzten Male Auf die abgeworf'ne Huͤlle blickt!
Welch ein Morgen, wenn er wonnetrunken An der neuen gold'nen Schoͤpfung häͤngt; Wenn ein Chor von milden Lichtgeſtalten
Den Verklaͤrten bruͤderlich umfaͤngt!
Wenn das große Weltall ſich eroͤffnet,
Heilig ſuͤße Harfentoͤne weh'n,
Millionen Paradieſe bluͤhen,
Tauſend Sonnen auf und nieder geh'n! Wieder iſt ein Theurer uns geſchieden.
Darum flehn wir, Herr und Gott, zu dir:
Friede, Friede ſey mit ſeiner Aſche,
Und mit dem verklaͤrten Geiſt bei dir! Vater, laß uns in dem Lichte wandeln,
Laß uns heilig, laß uns weiſe ſeyn!
Und wenn einſt die letzte Stunde winket,
Fuͤhr' uns ſanft zu deinen Freuden ein!


