V. 5. V. 4. Wohl Dir! Ahrne leiſe, Ruhe, Staub, bei Staube! Was in Deinem Kreiſe Unſers Fuͤrſten Glaube Du geduldet und gethan. Soll auch uns das Herz erhoͤh'n. Jetzt, am hohen Ziel, gewanneſt 5 Thraͤnend ſcheiden wir von hinnen; Du den Palmkranz, und beganneſt Doch wir kommen oft, und ſinnen, Fruͤh des hoͤhern Lebens Bahn. Ach, ein kuͤnfoges Wiederſeh'n.
10) Franzoͤſiſches Trauer⸗Gedicht, verfaßt und geſprochen von dem Primaner Adolph Grimm.
10 Geſang. Himmelsfriede, Text von Goͤthe, Muſik von Reiſiger; aus der Liederſammlung des Gymnaſiums, Heft II. S. 28.
Der du von dem Himmel biſt, Ach, ich bin der Erde müude,
Alles Leid und Schmerzen ſtilleſt, Was ſoll all der Schmerz und Luſt? Den, der doppelt elend iſt, Suͤßer Friede, ſuͤßer Friede,
Doppelt mit Erquickung fuͤlleſt;— Komm, ach, komm in meine Bruſt!
12) Lateiniſche Elegie, verfaßt und geſprochen von dem Primaner Theodor Friedemann.
13) Geſang. Die Treue, Muſik von Zumſteeg; in der Liederſammlung des 5 Cyin.
naſiums, Heft II. S. 20. In des Herzens Heiligthume
Bluͤhet uns des Lebens Blume,
Fuͤr die Treue blühet ſie.
14) Deutſches Trauer⸗Gedicht, verfaßt und vorgetragen von dem Primaner Adolph Muͤnzel.
15) Geſang. Andenken an die Vorfahren, Text von Albert von Roͤßler, Muſik von Roſſini; in der Liederſammlung des Gymnaſiums, Heſt II. S. 155.(Duartett).
B. 1. Z. 2. Von Leiden ſchwer und Kummer Die Todesnacht umhuͤllet Schloß ſich manch muͤdes Auge; Nun auch den theuern Fuͤrſten, Du ſandtſt ihm ſanften Schlummer, Der, warm von Gott erfüllet,
Allguͤtiger, herab. 1 Fuͤr uns einſt ausgeſä't.
Nach thatenreichem Leben Den ruhmgekrönten Ramen Belohnt mit ſuͤßer Ruhe Laßt fortan glaͤnzend ſtrahlen; Fuͤr alles hohe Streben Es blüh' aus Seinem Saamen
Ein vielbethraͤntes Grab, Ein immer neuer Kranz.


