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Die ästhetischen Hauptlehren von Rutgers Marshall / von Georg Laufersweiler
Entstehung
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Dem Entstehen der Freude geht zur Seite ein Zunehmen der Nerventätigkeit bis über die Norm, dem Erscheinen der Furcht, als einem Zustand gewaltsam erzwungener Ruhe des Organismus, eine Abnahme bis unter die Norm, dem Erscheinen des Kummers eine weniger starke Abnahme bis fast zum Ruhezustand, dem Gefühl der Erleichterung eine Er­weckung und Steigerung der Tätigkeit aus ihrem erzwungenen Ruhezustand.

In der späteren Entwickelung der menschlichen Rasse, wo sich der einzelne gegenüber der Umgebung nicht mehr so passiv zu verhalten brauchte, sondern zu selbständigerem Handeln befähigt sah, mussten sich diesen Emotionen oder Instinktgefühlen»), wie sie M. nennt, kompliziertere zur Seite stellen und zwar:

e) Die Zuneigung auf das Bestreben hin, vorteilhafte Objekte aufzunehmen;

f) die Scheu, die mit dem Bestreben verknüpft ist, vor schädlichen Objekten zu fliehen;

g) der Zorn, der mit dem Bestreben verknüpft ist, schädliche Objekte fortzutreiben;

h) eine Emotion, die im Hinblick auf das Schema der Reaktionen und Instinktgefühle zu erwarten und mit dem Bestreben verknüpft sein muss, vor­teilhafte Objekte an uns zu ziehen;

i) das Erstaunen, verbunden mit der Konzentration der Aufmerksamkeit auf ein Objekt 2 );

k) eine Emotion, die das Bestreben in sich schliesst, andere Individuen nachzuahmen, die es verstehen, Schwierig­keiten in einem der Selbsterhaltung günstigen Sinne zu überwinden 3 ).

1)instinct-feeling" =tlic psychio Clements of varying complexity which eorrespond to «co-ordinated activitics» of varying com- plcxity" I, S. 68.

2) Den Emotionen unter e, f, g, i, entsprechen bei M.: Lovc, Fear, Anger, Surprise (I, S. 77 und II, S. 58, 59).

3) M. nimmt also an, dass die Emotionen diejenigen, verhältnis­mässig bestimmten, psychischen Erscheinungen sind, die mit gleicherweise bestimmten ererbten Reaktionen bei der Wahrnehmung gewisser objektiver Bedingungen parallel laufen. Natürlich gibt er auch zu, dass