Aufsatz 
Briefe eines Herborner Classicus [d.i. Johann Eberhard Schmidt] aus den Jahren 1605 und 1606 / Hrsg. v. A. Deißmann
Entstehung
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21 VII. (Herborn, zwiſchen 1. und 8. Dezember 1605.) Salutem cum flliali obedientia p.

Freundlicher hertlieber vatter ſo ihr ſampt Mutternn, Schweſternn, vnd lieben beiderrnn noch wol vf ſriſch vnd geſund ſeid, Iſt mir es von herten lieb: Mich belangend bin ich noch wol vf Gott dem Allmechtigen lob vnd dank. Amen.

Ewer ſchreibenn lieber Vatter iſt mir vberliſert worden den I Decemb. daranſ Ich verſtanden wie allerhand ſachen ſtehenn. Erſllich haben wir bekommen den ſlachs den ſelbenn d. Dasori vberliſert mit ſampt diſem, nenlich es ſey vor ein eunit er zufridenn geweſenn, vnd vi denn anderen ſtag wartenn will. Die ospita ſol fort ſahren fewer inn zu machenn wie ſie angefangen hatt. Johan Eberd wirdt vomm Greiffſein auch holtz bekommen welches er dem llospiti aun bezahlung will gebenn. Die vier R hab ich noch bey mir vnd warte wo ich denn weit verkauffe, und den rem zu frieden ſtellenn kann. Wir habenn vonn Braumfels, haüpter, Myrren⸗) und kleine harle Rubenn be⸗ tommenn dann vnſere zu ſchandenn gegangen, zu dem ſo werden wir auch Sawer kraut von Baſen Elſbethenn be⸗ kommenn: vnd haben auch 2 gebratene gäns vnd anderes von ihr bekommen. Die 5 wurſt, Sultzen vnd 4 ſtucker fleiſch Hirſchen vnd) Reiß, das geburte werck die maſ botter ond daf gelt empfangen daſelbe zum beſtenn anwenden: alſo die Sülten haben wir ſtracks laſen kochen diſelbe mit eſſig vnd wirt wol verwarenn laſen ſo können wir darnach davon laſen kochen wenn wir wöllen Die wurſt haben wir alle in den Rauch laſen hencken wie auch das ffeiſch auſgen ſtuck welches geſaͤltzt vnd hin gethan iſt. Aber liber vatter, vatterliche lieb, ſorg vnd trew wird daher geſpurt daſ ihr vns ſo vber flufig zu eſſen ſchicket da wir doch Gott lob noch gnung haben(welches doch nit an vns verloren ſondern wol

pruote

) Am Rande: hutt aber lein kuſ