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Briefe Schmids, etwa 70 an Zahl, ſind, ſoweit mich ein ober⸗ flächliches Durchblättern zu dieſem Urieil berechigt, inhalts⸗ recher und iitereſanter als die Herborner. Sie ſtammen aus den Jahren 1606—1611 aus dem Claſſicus e Leben und Trelben ſteht. Imme Briefe einer Veröffentlichung für wert. Zunächſt ganz ohne Reieſict auf die Juterſen der ickalgeſhihtichen Foiſg Schülerbriefe aus jener Zeit dürften äberhaupt nur ſehr wenige erhalien ſein; ein glücklicher Zufall hat das Päckchen wee in Hungen vor der Vernichtung bewahrt. Sie gew gerade in ihrer abſichtsloſen, löſilichen Unbeaan genzei und alttlugen Neivetät einen Einblick in die Kullar Mitel⸗ deutſchlands vor dem dreißiglährigen Krieg. Wes ja dem verwähnten, anfpruchsvollen Leſer zunächſt trvvial vorkommt, gewinnt von dieſem Geſichsuntte aus aft die Bedentmmg eines eigentünlich wertvollen Einzelzuges: das Familienleben des guten behäbigen Bürgerſtandes, das höhere Schulweſen, die Nöte und Freuden der Scholaren und Phiüſter— dies alles tritt uns nach verſchiedenen Seiten deutlich vor die Angen. Für die Geſchichte Herborns und ſeiner Schulen, des Päͤdagogeums wie ver Hähen Schule, haben die Brieſe natürlich ein noch dire zeres Juterrſſe, und ſie dürfen deshalb recht wohl in dieſer Denkſchrift ihre Veröſſentlichung finden; iſt doch das Theologiſche üeminar aus der alien Hohen Schule hervorgegangen. Zu den in der Feſtſchrift des Seminars zur Fiier des Comenins⸗Jubilüums⸗)von Friedrich Zimmer heraus⸗ gegebenen Schul e 04 s8i-dos Geimissne in mehrfacher i. ie offiziellen Statuten, die das 6 5 den wer auch der Clraſſici zu regeln ſuchen, verenpepiſe nah
die mauches Streiflicht auf die thatſt Pädagogenm und in den Hospitien werfen. Jutereſſe iſt z. B. das Inſtitut der pelagogi, von dem man
ſchung.
d Hrbern(Buchg. des Roſſ. Kolhriag vertins) 18ge


