VI. Prämien, Stipendien, Unters
1. Die Wilhelm Müller-Prämien!) erhielten nach Beschluß der betr. Fachlel 7 Schüler der Klassen I—III„als Belohnung ihres Wohlverhaltens und Fleißes“(s. oben III,
2. Die zu gleichem Zwecke gestifteten 4 Weihnachtsprämien erhielten 3 Oberprima (nach der Rangordnung) und 1 Quartaner(s. ebenda). R
3. Die Zinsen der Weißschen Stiftung?) erhielt nach Beschluß der Prüfungskommission® Ferdinand Ziemann als Prämie für die besten Leistungen im Abiturientenexamen.
4. Das Kühnsche Universitätsstipendium wurde durch Konferenzbeschluß dem stud. theol. Herrn Werner Lange in Halle für 1906/07 zum zweitenmal zuerkannt.
Bewerber wollen beachten, daß„die Verteilung desselben neben entschiedener Bedürftigkeit voraus- setzt, daß dem betr. Abiturienten in seinem Maturitätszeugnisse in Hinsicht seiner sittlichen Führung und seines Fleißes die höchste Belobigung, in wissenschaftlicher Beziehung das Lob sehr guter oder mindestens guter Leistungen erteilt wird“, und daß dieselbe weiterhin„nur erfolgen kann, wenn der Stipendiat bis spätestens den 31. Januar—— ein von dem Dekan der Fakultät, welcher er durch seine Fachstudien zugehört, ausgestelltes Zeugnis, welches ebenso seinen Fleiß als seine gute sittliche Führung—— bescheinigt, dem Lehrerkollegium des Gymnasiums einreicht“; außerdem„sollen an erster Stelle aus Dessan gebürtige“ und können überhaupt nur solche„Abiturienten berücksichtigt werden“, welche das Gymnasium„zur Osterzeit nach bestandenem Maturitätsexamen verlassen“,— Die Verleihung erfolgt jährlich von neuem, und zwar in der Regel dreimal, bisweilen auch viermal nacheinander an einunddenselben Empfänger, solange
derselbe actu studens ist. 5. Leopoldschulstipendien wurden im W.-8. 04/05 7, im S.-S. 05 7 Schülern von der betr. Kommission verliehen; von diesen wurde 1 dem Kirchenchore überwiesen(s. unten 9).
6. Aus dem Dietzeschen Legat?)„zur Anschaffung von Schulbüchern zum Zwecke der Verleihung derselben an arme, gesittete und fleißige Schüler“, event.„zur Gewährung von Schulgeld für bedürftige und fleißige Schüler“, wurden 24,75 Mk verwandt zur Anschaffung von (22) Schulbüchern(s. oben V, 1, e).
7. Der Unterstützungsfonds für unbemittelte Schüler des Gymnasiums) wurde nicht in Anspruch genommen.
| 8. Von den 604 Schulbüchern der Unterstützungsbibliothek(s. oben V, 1, e) sind zur Zeit ausgeliehen 199 an 59 Schüler.
9. Schulgeldfreiheit genoss am 1. Februar:'/a Erlaß 15 Schüler als Mitglieder des Singechors der Kirche St Marien, außerdem'ı 25 und Y/s 1 auf Grund bez. Reg.-Verf.; von diesen wurden 4 dem Kirchenchore überwiesen(s. oben II, 31. 3.).
') Zinsen zur Zeit: 22,75 Mk; außerdem 38,28 Mk auf der Kreissparkasse,— 2) Zur Zeit: 31,50 Mk.— 8) Bestand 171,39 Mk ebenda.— 4) Bestand 716,97 Mk ebenda.


