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Zeiten der Reformation weder der Schulen noch ihrer Lehrer. Die Einfuͤhrung der Reformation ſelbſt faͤllt, den gewoͤhnlichen Nachrichten zufolge, in das Jahr 1521. Man wagte aber nicht, die Kloͤſter ſogleich zu ſaͤku⸗ lariſiren, wahrſcheinlich aus Furcht, nicht allein den Vapſt und den Kaiſer, ſondern beſonders auch das Erz⸗ ſtift Mainz und das ihm angehoͤrige Nonnenkloſter Ru⸗ prechtsberg bei Bingen, welchem das Patronatsrecht uͤber die Kirche zukam, gegen ſich zu reizen, ſondern be⸗ gnügte ſich damit, im Jahr 1525 vor der Hand die Schulen mit lutheriſchen Lehrern zu beſetzen*). Von dieſer Zeit an werden in einer älteren Chronik neben den Burgermeiſtern, Stadtſchreibern und Nentmeiſtern auch die„Schulmeiſter“ angefuͤhrt, wahrſcheinlich jedes⸗ mal, wenn es mit ihnen eine Veraͤnderung gab. Der erſte Lehrer, deſſen Erwaͤhnung geſchieht, und zwar im
fang vndt kurtzer Begrieff zu einer Chronic des Vrſprungs vffneh⸗ mung freiheiten brunſt vnd ſchaden der kayſ. Freien Reichs Statt Friedberg in der Wetterau, beneben anziehung etlicher denk⸗ würdigen Sachen ond Geſchichten daſelbſten vorgangen ete.“ Die Schrift iſt leider ſehr kiein und äußerſt unleſerlich, ſo daß oft nur ein geübtes Auge ſich zurecht finden kann.
*) Moltherſche Chronik unter dem Jahr 1525:„Das Auguſtiner Cooſter alhie von Burg vnd Statt mit lutheriſchen Schulmei⸗ ſtern beſetzt.“ Mader ſetzt die Einführung der Reformation in das Jahr 1545. Es iſt aber erwieſen, daß ſchon im Jahr 1542 zwei Pfarrer zu Friedberg verheirathet waren. Mader widerlegt ſich auch ſelbſt(Thl. 1I. 222) indem er anführt, daß der ſchon vorher hinberufene Pf. Wolff im Jahr 1545 die Weiſung erhielt, ſich aller Gchmähreden gegen Papſt und Bi⸗ ſchöfe zu enthalten.—.


