Aufsatz 
Verfassung der Musterschule / von C. Kühner
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ſcheint, von den Schwankungen methodiſcher Theorieen nie auf extreme Wege abführen oder zu gewagten Experimenten verleiten laſſen.

Im Jahre 1806 umfaßte die Schule ſechs Klaſſen, drei Knabenklaſſen, zwei Mädchenklaſſen und eine gemiſchte Elementarklaſſe; im Jahre 1813 zählte ſie acht Knabenklaſſen und fünf Mädchenklaſſen mit einer Geſammtzahl von 400 Kindern.

Im Jahre 1820 wurde eine ſechste Mädchenklaſſe errichtet; dagegen im Jahre 1826 die Zahl der Knaben⸗ klaſſen auf ſieben zurückgeführt.

Die Schülerzahl hat zu einer Zeit, wahrſcheinlich in Folge der damals eingetretenen Errichtung neuer Volks⸗ ſchulen, einen merkbaren Rückgang erfahren: ſie ging in den Jahren 1822 bis 1827 von 589 auf 457 zurück. Von da ab war ſie mit unbedeutenden Schwankungen im Zunehmen begriffen. Das Einhalten eines für jede Klaſſe feſtgeſetzten Schülermaximums nöthigte häufig zum Abweiſen von Schülern, namentlich von ſolchen, die verſpätet erſt für die Mittelklaſſen angemeldet wurden.*)

Ihrer urſprünglichen Beſtimmung, der einer Bürgerſchule, ſſt die Anſtalt unausgeſetzt treu geblieben; nur daß ſie im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einer Schule für den höheren Bürgerſtand ſich aus⸗ bildete. Schon im Jahre 1823 betrachtete ſich die Anſtalt alshöhere Bürgerſchule.

*) In den letzten 10 Jahren ſtellt ſich die Frequenz der Muſter⸗ ſchule nach einer für das Sommerſemeſter und das Winter⸗ ſemeſter berechneten Durchſchnittszahl in folgender Überſicht heraus: 1845536 594. 1846¾, 605. 184à3 610. 184⁄⁄6 610. 18450 605. 185% 603. 185⁵ 2 592. 18⁵23 598. 18535, 603. 1854;, 606.