Vorwort.
Die Anſtalt, von welcher dieſe Blätter ausgehen, reicht mit ihrem Urſprung in den Anfang dieſes Jahr⸗ hunderts zurück,— in jene Zeit, wo unſerem deutſchen Volke im Gefühle ſeiner Erniedrigung das Verſtändniß aufzugehen begann, daß es ſich ſelbſt zu neuer Kraft und Größe verjüngen müſſe in ſeinem heranwachſenden Geſchlechte. Der Boden zu einer ſolchen Verjüngung war in Frankfurt dürftig beſtellt. Neben dem altehrwür⸗ digen Stamme des öffentlichen Unterrichtsweſens,— neben dem Gymnaſium,— wurde der Jugendunterricht nur von Privatinſtituten betrieben und von den ſogenannten Quar⸗ tierſchulen(deutſchen Schulen), deren Vorſteher ihr Privi⸗ legium vom Staate erkaufen und ihren Unterhalt durch Schulgelder aufbringen mußten.
Die erſten fruchtbringenden Keime, die in dieſen kärglich bebauten Boden fielen, ſcheinen auch hier mit dem Frühlingshauche angeflogen zu ſein, der damals von den Alpen herüber in unſerem deutſchen Schulweſen junges Leben weckte. Das Verdienſts aber, die neu keimenden Gedanken der Erziehung klar erkannt und mit liebevoller und kräftiger Hand in unſerer Stadt zur That gebracht zu haben, gebührt vor Allen zwei hochachtbaren Männern,—
dem damaligen Schöffen und(letzten) Stadtſchultheißen 1*
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