Aufsatz 
Einige das Gießer akademische Pädagog besonders dessen Bibliothek und deren Gründer Jac. Theod. Franz Rambach betreffende Nachrichten und Bemerkungen : Einladungsschrift zu den am 9., 10. und 11. April 1829 im akadem. Pädagoge anzustellenden üblichen Prüfungen und Redeübungen / von Joh. Val. Klein
Entstehung
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Gewiß! wenn es loͤblich iſt, Gutes zu thun ohne Geraͤuſch und Aufſehen; wenn es verdienſtlich iſt, mit Liebe mehr zu thun, als das kalte, wie leicht verhallende, wie ſchnell vergeßliche Wort der Berufs⸗Vorſchrift auflegt; wenn es edel iſt, in bewußtem, freyem Ringen mit Hinderniſſen, zumal mit eingewurzelten, aufopfernd, das Gute, Wahre, Schoͤne, und nur dieſes, zu foͤrdern und ſomit noth⸗ gedrungen auch das Nüuͤtzliche fuͤr den Augenblick hervorzurufen, das Taugliche und Nothwendige fuͤr alle Zukunft zu gruͤnden: ſo verdient, wie aus oben erwaͤhnten Acten und aus muͤndlichen Ueberlieferungen hervorgeht, Jacob Theodor Franz Rambach (Sohn des frommen, ebenfalls hier am Paͤdagoge, doch nur kurz, wirkſamen Joh. Jac. Rambach) nicht nur Erneuerung ſeines Andenkens im Umkreiſe ſeiner ehemaligen Wirkſamkeit, ſondern auch auszeichnende oͤffentliche, wenn auch ſpaͤte Anerkennung.

Der Verfaſſer dieſer Zeilen hat ihn nie perſoͤnlich gekannt, ſtand uͤberhaupt in keiner ſonſtigen, irgend naͤheren Beziehung zu ihm; um ſo mehr beſchraͤnkt er ſich, nur aus den Acten auszuheben, und biographiſche Notizen, welche deſſen Wirkſamkeir an unſerem Paͤdagoge betreffen, nur in ſoweit einzuſtreuen, als die Hauptauf⸗ gabe dieſer Zeilen:

die Padagog⸗Bibliothek zu ihrer mehrſeitigen hiſtoriſchen Beleuchtung erfordern duͤrfte.

Wie unerheblich der Gegenſtand! Auch wenn der Staat ſeither ſchon Betraͤchtliches darauf verwandt hat und nie oͤffentliche genauere Rachricht davon gegeben wurde? Auch wenn ſeit laͤnger als einem halben Jahrhundert Tauſende von Staatsbuͤrgern mannigfaltigen Nutzen durch denſelben ſchon gewonnen haben? wie viele ihn noch gewinnen koͤnnen? gewinnen werden? Auch wenn er bei ſeiner Gruͤndung dem Staate wenig oder gar keinen Aufwand, nachmals lange Zeit kaum einigen ver⸗ anlaßte, der edle Gruͤnder dagegen ſeltene Muͤhe und Aufopferung dabei anwenden mußte? Auch wenn es bei dieſer Gelegenheit gilt, einen Ehrennamen, der im eigent⸗ lichſten Sinne im Schulſtaube vergraben lag, gläͤnzend hervorzuziehen? einen mehrfach in's Zwielicht zuruͤckgedraͤngten Mann an ſeinen verdienten Platz zu ſtellen? wenn es gilt, dabei, zwar nur gelegentlich, aber nothwendig eingedenk zu ſeyn anderer ver⸗ dienſtvoller Maͤnner, beſonders desjenigen, den die Jahrbuͤcher des Vaterlandes, zunaͤchſt ſeiner Schulen, auszeichnen?(Helfr. Bernh. Wenck meine ich); wenn es gilt, die Mitbuͤrger aufmerkſam zu machen, auf ſo manches, was bisher ſchon von einigen aus ibhrer Mitte, was von der Staatsregierung fuͤr dieſen ſpecielleren Schulzweck ſchon ge⸗ ſchehen iſt, noch geſchehen koͤnnte, vielleicht zu hoffen iſt: um ſo mehr zu boſſen ſeyn duͤrfte, da ein neues projectirtes Schul⸗Locale auch der aͤrmlichen Beſchraͤnktheit des Bibliothek⸗ Locales abhelfen duͤrfte? wenn es gilt, nebenbei in lebendigem Bilde zu zeigen, daß der beſte aller Erziehungsplane, die vorzuͤglichſte aller Schulordnungen