Das Andenken an Maͤnner von beſonderem Verdienſte in dem Kreiſe, der nach ihnen der unſrige wurde, zu erneuern, iſt eine ſo nahe liegende Pflicht, daß Mittheilungen, wie ſie hier gegeben werden, wohl keiner Rechtfertigung beduͤrfen, bisherige Nichtmit⸗ theilungen vielmehr wohl einiger Entſchuldigung.
Mag dieſe großentheils gefunden werden in der, nur dem beſcheidenen Verdienſte nicht gar untroͤſtlichen Bemerkung, daß fuͤr alle lobenswerthe Bemuͤhungen oft vergeß⸗ lichere, ja dankloſere, ſogar herabwuͤrdigende Zeitabſchnitte eintreten; daß uͤberhaupt die Gegenſtaͤnde der Mittheilung unzäͤhlig, die Gelegenheiten zu derſelben beſchraͤnkt, die Neigungen, Nuͤckſichten und Beſtrebungen mannigfaltig ſind, und daß end⸗ lich auch der Zufall, der guͤnſtige und unguͤnſtige, uͤberall ſeine Rolle ſpielt.
Unſere Pädagog⸗Bibliothek beſitzt eine Sammlung groͤßtentheils handſchriftlicher Bemerkungen, welche die Gruͤndung des hieſigen gymnasii illustris, d. h. nach fruͤhe⸗ rem Sprachgebrauche, der Univerſitaͤt und des Paͤdagogs, ſo wie den Fortgang beider, beſonders des letzteren, betreffen. Der Zufall machte den Mittheiler gegen⸗
waͤrtiger Nachrichten noch nicht lange damit bekannt.
Aus dieſen, mit Sammlerfleiß und Umſicht, durch den in Frankfurt a. M. den 12. Juli 1808, als Conrector des dortigen Gymnaſiums verſtorbenen, ſtillthätigen Mag. Jacob Theod. Franz Rambach zuſammengebrachten und zum Theil bear⸗ beiteten Papieren ſind verſchiedentlich, ſeit laͤnger als einem halben Jahrhundert, Notizen in Gelegenheitsſchriften bei der Univerſitaͤt, wie bei dem Paͤdagoge, oͤffentlich be⸗ kannt gemacht worden. Der Dank, den die letztere Anſtalt in dieſen Zeilen dem viel⸗ ſeitig auch um ſie hochverdienten Manne nachruft, macht Ihn als eine Hauptquelle erwähnter Gelegenheitsſchriften, wenigſtens als Quelle zur Beurtheilung mancher, nahmhaft. Die gegenwaͤrtige, ſowie ſie faſt nur durch Ihn werden konnte, will, faſt nur Sein ehrenvolles Andenken, gleichſam als Grundton der Darſtellung, ins Auge faſſen.
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