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dahin von dem Stellvertreter des Rectors, Reallehrer Dr. Hölting versehen, während die Reallehrer Dr. Römer und Dr. Kessler die Unterrichtsstunden des Rectors fachlich vertraten.
Mit Rücksicht auf eine nach der grossen Zahl neuer Anmeldungen zu erwartenden erheblichen Steigerung der Schülerzahl hatte der Rector unter dem 13. April die Anschaf- fung von zehn Stück neuen dreisitzigen Subsellien beantragt. Nach Genehmigung dieses Antrags erfolgte die Ablieferung der fertigen Arbeit in den Sommerſerien.
Durch einen Beschluss der Stadtschulcommission vom 13. Mai wurde das Aussetzen des Nachmittagsunterrichts bei hoher Temperatur dem Ermessen der Schulvorstände, welche da- bei einestheils die Gesundheit der Schüler und anderntheils die Beeinträchtigung des Unterrichts berücksichtigen sollen, anheim gegeben. Wegen grosser Hitze wurden in dem abgelaufenen Sommersemester die Nachmittage des 3. Juni und 20. August, sowie die letzte Nachmittags- stunde des 26. August freigegeben.
Der Gesundheitszustand des israelitischen Religionslehrers unserer Anstalt, Dr. Levi- seur, nöthigte denselben mebrfach in dem Sommersemester, namentlich der ersten Hälfle desselben, seine Unterrichtsertheilung zu unterbrechen. Um von den Schülern den Nachtheil einer solchen Unterbrechung möglichst abzuwenden, war Herr Dr. Stein, Lehrer an der hiesigen israelitischen Schulanstalt, so freundlich, zu wiederholten Malen für den Verhinder- ten einzutreten, und hat sich hierdurch begründete Ansprüche auf unseren Dank erworben.
In Beziehung auf seine Haupistelle als ordentlicher Lehrer an der israelitischen Schul- lehrerbildungs- und Schul-Anstalt dahier wurde Dr. Leviseur auf sein deshalbiges Nachsuchen von der Königl. Regierung dahier durch Rescript vom 21. Mai in den Ruhestand versetzt.
Nachdem der Bedarfsetat der hiesigen städtischen Schulen für das Jahr 1867 durch Beschluss der Königlichen Regierung vom 5. Juli festgestellt worden war, wurde unter dem 11. Juli dem Rector Nachricht gegeben, dass der Rechnungsführer der Realschulkasse an- gewiesen worden sei, dem Reallehrer Heuser eine Erhöhung seiner persönlichen Zulage um 50 Thaler, dem Reallehrer W. Wiegand eine persönliche Zulage von 100 Thalern und dem Elementarlehrer G. Wiegand eine Erhöhung seiner persönlichen Zulage um 50 Thaler vom 1. Januar 1867 an zu zahlen.
Durch Beschluss der Königlichen Administration in Kurhessen, Abiheilung des Innern. vom 31. Juli wurde die Zulassung des Realschulamts-Candidaten Carl Knoop von hier zum Practiciren bei der hiesigen Realschule gestattet. Der Practicant Knoop begann seine Thä- tigkeit als solcher am 19. August.
Am 15. und 16. August ſiel der Unterricht aus anlässlich der Empfangsfeierlichkeiten zu Ehrem Seiner Majestät des Königs.
Am 17. August geleiteten Lehrer und Schüler unserer Anstalt den obersten Schüler derselben, August Matthei, welcher am 14 desselben Monats nach kurzer Krankheit einem Herzleiden erlegen war, zum Grabe.—
Durch Rescript Königlicher Regierung vom 5. September wurde der beauftragte Ele- mentarlehrer an unserer Schule Conrad Stern definitiv zum vierten ordentlichen Elementar- lehrer an derselben mit einem Jahresgehalt von 250 Thalern bestellt.


