Aufsatz 
Nachträge und Berichtigungen zu dem Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums (1833 - 1910) im Jahresbericht von 1910
Entstehung
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Untersekunda. 1. Leonidas und Zriny(ein Vergleich). 2. Tellheims Edelmut(Klassen- Aufsatz). 3. Der Feierabend(Schilderung nach SchillersLied von der Glocke*). 4. Wo- durch wurde Preußens Erhebung aus seinem tiefen Fall von 1806/07 in so kurzer Zeit mög- lich?(Klassen-Aufsatz). 5. Das Eingreifen der Götter in die Handlung des I. Buches der Aeneis. 6. Die Bedeutung der Schlacht bei Leipzig an sich und für Deutschland.(Klassen- Aufsatz). 7. Was macht den Bund, den Werner Stauffacher mit Arnold Melchthal und Walther Fürst schliesst(I, 4) bedeutsam? 8. Wie verbielten sich die Römer bei der Gallier- gefahr 390, und was folgte daraus?

C. Die mathematlschen Aufgaben der Relfeprüfung.

1. Durch die Schenkel eines Winkels α soll eine Schnittlinie so hindurchgelegt werden, dass der Umfang des abgeschnittenen Dreiecks u= 2s und seine Höhe gleich ha wird. Analysis und Konstruktion.

2. Bei einem Hohlspiegel mit der Brennweite= 2,4 cm ist das Bild 2 em weiter als der Gegenstand vom Spiegel entfernt. Wie weit sind Gegenstand und Bild vom Spiegel entfernt?

3. Wie gross ist die Oberfläche der vom 85. Breitengrade abgeschnittenen kleineren Kugelhaube der Erde, wenn die Erde als eine vollkommene Kugel mit dem Radius= 6370 km betrachtet wird?

4. Wie gross sind die Seiten eines Dreiecks, von welchem man den Inhalt= 3060 qem, den Radius des Inkreises C= 5,5 cm und den Winkel α= 670° kennt?

D. Mittellungen über den technischen Unterricht.

a) Turnen. Geturnt wurde von jeder Klasse in 3 Stunden wöchentlich, zusammen in 21 Stunden, und zwar leitete Herr Professor Engelhardt 3 Stunden(II), Herr Professor Stange 6 Stunden(I und IV), Herr Zeichenlehrer Klonk 9 Stunden(III-, III,, V), Herr Lehrer am Gymnasium Fiedler 3 Stunden(VI).

Vom Turnen befreit waren auf Grund ärztlicher Zeugnisse im Sommer 36, im Winter 40. Ausserdem turnten im Turnverein 19 Schüler freiwillig wöchentlich eine Stunde.

b) Am Baden und Schwimmen in der städtischen Schwimmanstalt beteiligten sich 120 Schüler. Schwimmunterricht erteilte der Schwimm- und Bademeister Arenz an 16 Schüler. Ausser den genannten Schülern badeten 33 in einer zweiten öffentlichen, für sie bequemer gelegenen Anstalt. Dort lernten 9 Schüler das Schwimmen. Beim Wettschwimmen erhielten Preise: Ottens VI, H. Mäüller VI, Hildebrand V, Küch, Otto V, Küch, Bernhard V.

c) Chorgesang. 82 Schüler der Klassen IV 1 bildeten den Sängerchor. Chöre klassischer Meister, Volks- und Vaterlandslieder, sowie Motetten wurden eingeübt. Benutzt wurden:Liederschatz von Günther und Noack. Sopran, Alt, Tenor und Bass je 1 UÜbungs- stunde. Gesamtchor 1 Stunde wöchentlich. Fiedler.

d) Wahlfreies Zeichnen für Schüler aus I und II. 2 St. Im Sommersemester nahmen teil: 14, im Wintersemester: 9 Schüler. Zeichnen und Malen nach Kunst- und Naturformen. Stillleben. Pastell-, Aquarell- und Federtechnik. Skizzierübungen innerhalb und ausserhalb

des Schulgebäudes. Klonk.

E. Zusammenstellung der elngeführten Lehrbücher sowle der für das Schuljahr 1911/12 ausgewählten Lektüre.

In allen Klassen. 1. Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel. 2. Der Katechismus: a) der lutherische, b) der reformierte, beide herausgegeben von