Aufsatz 
Nachträge und Berichtigungen zu dem Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums (1833 - 1910) im Jahresbericht von 1910
Entstehung
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A

Die Abiturienten des Marburger Gymnasiums

von seiner Neugründung 1833 bis Ostern 1910. Vom Bibliothekar Prof. Friedr. Engelhardt.

Vorbemerkung.

Dem Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums von seiner Neu- gründung 1833 bis Ostern 1910 im vorigen Jahresbericht folgt diesmal eine Zusammenstellung aller Abiturienten, die das Gymnasium während der genannten Zeit entlassen hat. Von einer solchen Zusammenstellung, die zunächst für das Gymnasium selbst ihren Wert hat, glaubten wir annehmen zu dürfen, daß sie auch in familiengeschichtlicher Beziehung nicht ohne Bedeutung sei.

Die Anordnung der Angaben für jeden einzelnen ist durchweg folgende: 1. Laufende Nummer, 2. Zuname, 3. Vornam en, 4. Geburtszeit, 5. Heimat Geburtsort, 6. Bekenntnis, 7. Angegebene Berufswahl, 8. Letzte Lebensstellung; Zeit und Ort des Todes.

Unterlagen für die Zusammenstellung bilden die vollzählig vorhandenen Jahresberichte von 1834 an, das Album des Gymnasiums und die bis auf kleine Lücken ebenfalls vollständigen Prüfungsakten. In den Jahresberichten findet sich der Inhalt zu 3.7. für die ersten 50 Jahre teilweise gar nicht, teilweise ohne Genauigkeit; für die Jahre 1885 91 sind die Angaben ausführlicher; etwa so, wie sie im folgenden für alle Abiturienten zusammengestellt sind, finden sie sich in den Jahresberichten erst seit 1892, sie konnten jedoch für die zurück- liegenden Jahrzehnte aus dem Album und den Akten ziemlich lückenlos ergänzt werden.

Das alles aber trat natürlich zurück hinter den Feststellungen zu 8. Diese für 77 Jahre zusammenzubringen wäre für einen einzelnen schier unmöglich gewesen. Aber nach- dem die Absicht bekannt geworden war, haben alsbald zahlreiche frühere Abiturienten, Ver- wandte und Freunde von solchen, Freunde der Anstalt, Behörden, Marburger Bürger u. a. durch ihre Mitteilungen das Vorhaben unterstützt. Daß dabei Angaben für ein und dieselbe Person oft vielfach einliefen, mag nebenbei erwähnt sein; dies konnte dann nur zur Bestätigung der Richtigkeit dienen. Wo im übrigen eine Nachprüfung geboten erschien und möglich war, auch wenn um manch einzelnen oft zahlreiche Briefe geschrieben werden mußten, wurde sie vorgenommen. Allen verehrten Einsendern von Angaben und Auskünften sei an dieser Stelle für ihre überaus willkommene und wichtige Mitarbeit aufrichtigster Dank gesagt. Neben diesen eingesandten Angaben waren Quellen die Verzeichnisse von Angehörigen der ver- schiedenen gelehrten Berufszweige, Staatsdienstkalender, Alt-Herren-Verzeichnisse von Marburger und auswärtigen studentischen Verbindungen; auch persönliche Beziehungen, besonders im Hessenlande, wurden mit Erfolg verwertet, und so konnte denn das Vorliegende im Verlauf eines Jahres zusammengebracht werden.

Die Namen der Abiturienten sind so geschrieben, wie sie in den Unterlagen vor- gefunden wurden. Dabei können gleichlautende Namen mit kleinen Unterschieden in der Schreibung wohl Angehörige derselben Familie bezeichnen, was nicht immer klarzustellen war. Wo nachträglich eine richtigere Schreibung bekannt wurde, ist sie selbstverständlich an die Stelle der vorgefundenen getreten.

Die Anordnung ist für jedes Jahr alphabetisch geschehen. Die als Auswärtige(Externe) Geprüften sie waren oft vorher auch Schüler des Gymnasiums sind immer an den Schluß des Jahrganges gestellt und durch* gekennzeichnet. Wenn in einer Zuschrift vorgeschlagen wurde, nur den Rufnamen aufzunehmen, so ist dem nicht stattgegeben worden. Einmal waren zu- nächst für Hunderte der Abiturienten wohl alle Vornamen, aber nicht der Rufname bekannt, da er sich erst im Laufe der Zeit heransstellte; dann aber ist gerade die Gesamtheit der Vornamen oft zur Feststellung der Persönlichkeit von großem Werte gewesen und deshalb in dem Ver-