Aufsatz 
Darstellung der reellen Wurzeln algebraischer Gleichungen durch Determinanten der Coefficienten : [Abhandlung] / [des Gymnasiallehrers Fürstenau]
Entstehung
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Die zuweilen stattfindende Einrichtung, dass ein Leitfaden zu Hause abgeschrieben werden muss, ist zu beseitigen.

Die Ueberwachung der Einhaltung dieser Vorschriften, namentlich der zweck- mässigen Vertheilung der häuslichen Arbeiten, liegt den Ordinarien ob. Der französische Unterricht beginnt in der Tertia, der griechische in der Quarta. Hinsichtlich der Behandlung der griechischen und römischen Klassiker scheint, um möglicher Uebertreibung zu begegnen, eine Hinweisung darauf erforderlich, dass in Beibringung dessen, was zum Verständniss der Schriftsteller nöthig ist, ein weises Maass einzuhalten und darauf bedacht zu nehmen ist, in den mittleren Klassen(Tertia und Quarta) die Rücksicht auf das Grammatische, in Secunda dagegen und noch mehr in Prima die Rücksicht auf die künstlerische Porm und den Inhalt der Darstellung vorwalten zu lassen. Bei der Lectüre der antiken Schriftsteller in der Prima hat demgemäss das Cursorische vorzuwiegen.

Leichtigkeit und Sicherheit des mündlichen und schriftlichen Gedankenausdruckes in lateinischer Sprache ist mit das Ziel des Gymnasiunmss. Uebung im Latein- sprechen ist daher pei Gelegenheit der Lectüre der römischen Autoren mit ins Auge zu fassen.

Die Mathematik tritt im Gymnasium vorzugsweise als formale Disciplin auf; ihr Endziel kann demnach nicht darin liegen, den Schülern ein mannigfaches Wissen beizubringen, vielmehr nur darin, neben Aneigung des für das Leben nothwendigen Wissens, den Verstand für mathematische Folgerichtigkeit heranzubilden.

Es werden zu dem Ende die in der Verfügung vom 29. October 1849 2. No. 11,548 bzw. in der Verfügung vom 12. Januar 1852 z. No. 409 für den mathematischen Unterricht festgesetzten Ziele im Allgemeinen auch fernerhin beibehalten, jedoch als Erläuterung der gedachten Verfügungen folgende Punkte hinzugefügt:

a) was die Arithmetik betrifft, so sind die Gleichungen vom 2. Grad mit mehreren Unbekannten, wie auch die arithmetischen Reihen höherer Ordnung vom Unter- richte auszuschliessen;

b) was die Geometrie angeht, so hat sich die Auswahl der Uebungsaufgaben, namentlich in der Lehre vom Kreise, auf solche zu beschränken, welche eine möglichst einfache Anwendung der den Schülern bereits bekannten Hauptlehrsätze gestatten;

c) was die trigonometrischen Formeln anlangt, so hat sich der Unterricht auf die einfachsten und zur Auflösung der ebenen Dreiecke unentbehrlichen zu beschränken;