Aufsatz 
Darstellung der reellen Wurzeln algebraischer Gleichungen durch Determinanten der Coefficienten : [Abhandlung] / [des Gymnasiallehrers Fürstenau]
Entstehung
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Am 9. 12. und 13. September wurden die Turnprüfungen gehalten, wobei sich die Schüler der Quinta und Sexta besonders hervorthaten.

Am 19. und 20. September fanden die nicht öffentlichen Prüfungen in wissenschaft- lichen Gegenständen statt. Da kein Schüler zur Universität entlassen wurde, so unterblieb der Rede-Act.

Die Herbstferien dauerten vom 20. September bis zum 10. October; am letzteren Tage wurden die Lectionen mit einer gemeinsamen Andacht wieder eröffnet.

Der 18. October wurde auch in diesem Jahr von den Schülern der oberen Classen, unter Begleitung eines Lehrers im Freien gefeiert. Auf einem der Stadt benachbarten Berge brannte ein weithin sichtbares Feuer, und während dieses emporloderte, wurden von den Schülern vaterländische Lieder gesungen.

Am 4. November wurde Gesanglehrer Peter auf der Strasse vom Schlagfluss betroffen und dadurch bis zum 5. Januar gehindert seine Obliegenheiten am Gymnasium zu erfüllen.

Am 10. November Vormittags 9 Uhr fand die Feier von Friedrich Schillers 100jährigem Geburtstag im grossen Hörsaal des Gymnasiums statt. Gesänge und Vorträge wechselten mit einander ab. Zuerst wurden die drei bedeutendsten unter Schillers dramatischen Werken, Wallenstein, Jungfrau von Orleans und Wilhelm Tell, von den Primanern Edmund Hess, Eduard Vilmar und Bernhard Schafft theils durch Schil- derungen, theils durch Vortrag der bezeichnendsten Stellen vorgeführt; darauf wurden lyrische Gedichte Schillers vorgetragen, nämlich von dem Primaner Prinzen Reinhard zu Solms das Gedicht: das Ideal und das Leben mit einigen einleitenden Worten, sodann von dem Secundaner Heinrich Schönhals das Gedicht: das verschleierte Bild zu Sais. In der Schlussrede schilderte Dr. Buchenau unsern Schaller als den Dichter der Jugend.

Den 22. December Vormittags 11 Uhr wurden die Lectionen mit einer Hora geschlossen und nach Verlauf der Weihnachtsferien am 4. Januar Vormittags 8 Uhr mit einer solchen wieder eröffnet.

Am 1. Januar erhielt HL. Friedrich Krause ein allerhöchstes landesherrliches Rescript, durch welches ihm eine jährliche Besoldungszulage von 100 Thalern bevwilligt wurde.

Montags den 27. Februar begann die schriftliche Maturitäts-Prüfung; die mündliche fand Donnerstags den 15. Merz statt.

Von Seiten Kurfürstlichen Ministeriums des Innern ist am Schluss des vorigen Schuljahrs auf»das Gesuch einiger Einwohner Marburgs um die Zurückführung des »Gymnasial-Unterrichts zur Einfachheit« eine allgemeine Verfügung in Betreff der Gymnasien erfolgt, welche bereits im vorigen Programm kurz angedeutet wurde und nunmehr vollständig veröffentlicht wird.

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