Aufsatz 
Ueber den Begriff des Horizontes, insbesondere des geographischen oder natürlichen, und dessen geschichtliche Entwickelung / Dr. Ritter
Entstehung
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Aehnlich ist S. 113:»Der Horizont war rein, ausgenommen im Osten, wo einige leichte Wolken aufstiegen und sanft durch das ausgedehnte Himmelsgewölbe hinzogen«.

Rich. und John Lander Reise in Afrika. Deutsch 1833. I. S. 111:»-Da der Nebel von der Sonne zerstreut war: vermochte das Auge längs einem ausgedehnten Horizonte her- umzuschweifen, den nur Berge und Felsen von wunderbarer Gestalt amkränsten«.

Schneider Beschreibung des Rhöngebirges 2. Aufl. 1840. S. 85. Auf dem Kreuzberge erblickt man»östlich den Ochsenkopf am Fichtelgebirge, awelches den Horisont begrenst«.

Fürst Felix Lichnowsky Erinnerungen etc. II. S. 156:»Wir warfen noch einen Blick nach der Kette der Pyrenäen, die hinter uns den Horisont begrenst«.— S. 191: »24 Stunden später war der heimische Heerd dem Horizonte der Somatenen-(dem oberkata- lonischen Landsturm)»entrückt«.

Blasius Reise im europäischen Russland. 1844. II. S. 3.(Gegend südlich von Moskau): »Der Horizont tritt wieder in unerreichbare Ferne hinaus, und die äusserste Grense des Gesichtskreises, ein dunkelblauer Streifen, schattirt sich ganz allmählig bis in den nahen Vorder- grund ab«. In dieser und ähnlichen Stellen scheint Horizont die Ebene des Gesichtskreises mit Ausschluss der Stelle des Beobachters und seiner nächsten Umgebung zu bedeuten.— Ebend. S. 15:»Der Horizont dehnt sich meilenweit bis in die verschwindende Ferne aus, und nach keiner Seite hin tritt ein Hügel oder ein anderer erhabener Gegenstand dieser ausgedehnten Fernsicht hindernd in den Weg«.— S. 31, 32:»Der Horizont nach Osten verschwamm mit dem grauen Himmel; die Erde dehnte sich um uns aus, wie eine dunkle Scheibe, kein An- haltspunkt für das Auge war ringsum zu finden«.— S. 193: ⸗Der Horizont schien ins Endlose ausgedehnt, und nirgends zeigte sich ein hoher Punkt, den das Auge festhalten konnte«.

W. Hoffmeister Briefe aus Indien. 1847. S. 281:»Wir hatten nur den geraden Horizont der Hochebene von Tübet vor uns, der wenig versprechend in seiner Oede und Unfruchtbarkeit sich weithin ausdehnte«.— S. 313:»Von einem grossen Granitblocke herab hatten wir hier den ersten freien Blick in die tübetische Ebene. Vor unsern Augen lag eine unabsehbare Folge von Gebirgsreihen, die weitern immer niedriger, als die vorhergehende, bis sich zuletzt ein weiler Horizont, die Hochebene von Tübet, der sich hier zum erstenmale seit langer Zeit als gerade Linie zeigte, an die unendlichen Hügelreihen anschloss«.

Moritz Willkomm zwei Jahre in Spanien und Portugal. III. S. 110 ff.:»Ganz anders verhält es sich mit der Calina. Diese ist ein permanenter Nebel, welcher alljährlich den ganzen Sommer hindurch ununterbrochen um den Horizont lagert und den Himmel trübt.—— Um diese Zeit bildet sie einen schmalen Nebelstreifen von bläulich grauer Farbe rings unn den Horizont.—— Dann(Nitte August)»-hat der Nebel am Horisonte«(unmittelbar an der Erd- scheibe)»eine braunröthliche Farbe. Weiter hinauf«(also am Himmel und nach dem Zenith hin)»geht diese ins Gelbliche« u. S. W.»Hat die Calina diesen Grad erreicht: so verhüclt sie alle Horisonte gänslich und trübt die Aussicht auf eine Entfernung von 3—4 Stunden. Alle