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Meinung, für welche wir noch des Dion. Petavius Erklärung jener drei Verse(Dion. Petav. Uranolog., Variar. dissert. ad Uranolog. lib. VII. pag. 287.) anführen.»Denique circulus iste terrestris erit, quia terram sic amplectitur, ut in ea planus recumbat. Solus enim iste circulus est, qui respectu ad terrae incolas et olsmσεεsς habito planus ac defcctus est, neque supra nos attollitur, sed in imam mundi partem, h. e. terram depressus ac subsidens jacet.
L. Annaeus Seneca(† 65 n. Chr.).
Seneka nimmt dieselbe Veranlassung vom Horizonte zu reden, wie Aristoteles(S. oben S. 9), nämlich um die Himmelsgegenden zu finden, aus welchen die zwölf Winde wehen. Er führt Nat. quaest. V, 17. die fünf Kreise der Himmelskugel an, den Aequator, die beiden Wendekreise und die beiden Polarkreise und fährt dann so fort. His sextus accedit, qui supe- riorem partem mundi ab inferiore secernit. Ut scis enim, dimidia pars mundi semper supra, dimidia infra est. Hanc lineam, quae inter aperta et occulta est, Graeci 69εεονa vocant, nostri finitorem dixere, alii finientem. Adjiciendus est ad hunc meridianus circulus, qui hori- Sonla rectis angulis secal.
Seneka hat zunächst den astronomischen Horizont im Auge; denn er sagt zu Anfang des Kapitels: Qui duodecim ventos esse dixerunt, hoc secuti sunt, totidem ventorum esse, quot coeli discrimina. Coelum enim dividitur in circulos quinque, qui per mundi cardines eunt. Auf diesem Standpunkte darf er wohl vom Horizonte, als von einer blossen Linie reden, aus Gründen, die wir oben S. 4. auseinandergesetzt haben. Aber wenn er in unserer Stelle un- mittelbar darauf fortfährt: der Meridiankreis schneide den Horizont unter rechten Winkeln; so müsste er aller geometrischen Anschauung entbehren, wenn er etwas anderes damit sagen wollte, als dass die Ebenen beider grösster Kreise der Himmelskugel auf einander senkrecht stehen, oder dass ihre Flächenzwinkel rechte seien. Solche Stellen aber waren wohl für manche neuere Geographen die traurige Veranlassung, auch den geographischen Horizont zu einer blossen Linie zu machen, was er für die geographische Art der Betrachtung durchaus nicht sein kann.
M. Annaeus Lucanus(r† 65 n. Chr.).
Lucanus beschreibt Pharsal. IX, 492— 496 einen nächtlichen Sandsturm, welchen ein römisches Heer in der libyschen Wüste zu bestehen hatte. Jamque iter omne latet, nec sunt discrimina terrae Clla, nisi aetheriae, medio velut aequore, flammae. Sideribus novere viam; nec sidera tota


