Aufsatz 
Ueber den Begriff des Horizontes, insbesondere des geographischen oder natürlichen, und dessen geschichtliche Entwickelung / Dr. Ritter
Entstehung
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Hipparch aus Nicäa in Bithynien.(160 v. Chr.).

Hipparch zeigt schon durch die Art und Weise, wie er die oben mitgetheilten Stellen aus Homer, Eudoxus und Aratus anführt, dass er im Wesentlichen mit diesen Auktoritäten in Bétreff des Horizontes übereinstimmt, d. h. dass er den Horizont als die kreisrunde Erdscheibe betrachtet, welche die obere Himmelshalbkugel von der unteren scheidet. Aber auch wenn er selbst von diesen Dingen redet, bedient er sich ähnlicher Ausdrücke und braucht dabei das Wort Horizont so Wie Autolykus und Euklides. So in Hipparchi Bithyni ad Arati et Eudoxi Phaenomena enarrationum libri tres(Dion. Petavii Uranologion. p. 171. ff.). Neben lib. II. cap. 5. pag. 215. B, 218. A, C, 219. D, 221. A, 222. B, 225. C. ist die deutlichste Stelle L c. II. cap. 5. pag. 216. D: Toð ds aHuiνοο ορένο àναάασ ν⸗αldi, 5 2Q Aιη 79 789-G6cν cοοic, OlsS durikaradvsi al aar' aurov 6 AoaroXas, UX6 aurös(6 Aaros) Oyoow&εi τοαd adn da dreo IJy nal dro h dr o 591CDOVTOS dmοαℳλαφνμνκένκ α àXXP 70 Mey xXSOV dr hv. 70 de Sago d e T Caivscat. To leν νάο*ναρον σmφσφναe-εσαι τ dςσ*ν 00 16ον, 70 dS Lvvποr 7⁰0 dro pjv. Cancro vero oriri incipiente, quod reliquum est e signis quatuor. Quorum ortibus exaequari descensum Arctophylacis affirmant: merito seribit Aratus, non jam supra terram infraque ab horizonte magnam illius partem intercipi. Sed majorem exstare supra terram, minorem sub terra. Hoc enim vocabulum diurnus partem mundi supra terram emi- nentem, nocturnus infra latentem exprimit.

Dritte Periode.

Von Geminus bis auf die neuere Zeit(66 v. Chr. bis heute).

Geminus aus Rhodus.(66 v. Chr.).

Bei ihm findet sich dieselbe Schärfe des Begriffes wie bei Euklid. Zugleich ist er der erste, welcher deutlich und mittelst einer bestimmten Definition den geographischen Horisont ron dem astronomischen unterscheidet. Seine Worte sind so klar und bündig; dass sie in der ganzen Folgezeit sowohl des Alterthums als der mittleren Zeit, ja bis gegen die Mitte des- vorigen Jahrhunderts für klassisch galten und von den meisten Autoren fast wortgetreu wieder- holt wurden. Geminus entwickelt seine Vorstellungen in dem Werke: Elementa astronomiae (interprete Edone Hilderico D. in Dion. Petavii Uranolog. Paris 1630. fol. pag. 1 70) cap. 4. Dort sagt er zuerst p. 17: