Aufsatz 
Die platonische Sprachphilosophie / dargest. von Julius Deuschle
Entstehung
Einzelbild herunterladen

noch dem Wechsel unterworfenes, aber doch fest gewordenes, inhärirendes Prädikat ist. Dafür spricht auch der Gebrauch des verbum rονον⁴εεςαν, welches insbesondere dann zur Anwendung kommt, wenn ein svοα prädikativ auftrilt. Es spricht aber auch ferner das Schwanken des Aristoteles dafür, der, wie gesagt, noch nicht mit Sicherheit angeben kann, zu welcher Klasse es zähle. Das Adjektivum ward von nun an auch von späteren Grammatikern mit der Qualität zusammengestellt, aber als ërigerov dem vοa unterge- ordnet. Cf. Theod. introd. gramm. ε.ε ενον⁴⁶C v.

Die Lostrennung der Eigennamen von den übrigen Substantiven lag so nah und ist dabei im Ganzen von so geringem Werlh, dass ich mir eine weitere Ausbreitung darüber ersparen darf. Von Wichtigkeit werden sie nur in Hinsicht auf ihre Bedeutung, die sich, zwar ausgehend vom Allgemeinen, doch auf ein Individuum beschränkt. Fast gleichstehend mit ihnen, aber noch starrer und individueller sind die Namen für die Zahlen. Die diskrete OQuantität stand in geradem Gegensatz zu dem OQualitativen, auf welches das Wort stets verweisen sollte. Darum sondern auch diese sich leicht von den Allgemein- begriffen als besondere Klasse nach ihrer Bedeutung ab.

Nicht unerwähnt darf ich lassen, dass Platos feinem Sprachgefühl eine besondere Art des Adverbiums, das er im Allgemeinen noch nicht erkannte, trotzdem nicht entging. Dies beweist Soph. 257. B. für die Negation. Freilich dialektische Gründe mussten es ihm nahe legen, gerade sie einer Betrachtung zu unterbreiten. Es entstand nämlich die Frage, was in dem negativen Satze negirt werde und ob darin überhaupt noch eine Aussage enthalten sei. Die Stelle lautet: Oöx ãg' zvavrlov, örav àro Oetee ehrat, gyjaivst- 5uNXG6 1. a, T0000Tov d voy?, öri Tdv AkLXcv T1*ννν εαε τ⁴‿ĩ M) a! 10 O 5 T9071sva 700 dr dvTcν 5 vOTν, AAXXOv de dn aarν, eg! rr' * ται τƷᷣι εeταιςεσνεμναν σemταηνσον τνjs àrοdσςας oara. Es geht daraus hervor, dass die Negation nur eine relative sei, dergestalt, dass sie nur ein Prädikat ausschliesst, dafür aber positiv ein anderes damit noch nicht bestimmtes substituiren lässt. Mit Recht wird daher Soph. 263. E. die Bejahung und Verneinung in ihrer realen Beziehung zum Gedanken und demgemäss auch zum Satze aufgefasst. Die dialektische Natur der Negation war damit in so unbefangener Anschauung erkannt, dass auch Aristoteles nichts Wesentliches hinzufügen konnte. Cf. Herm. 17a. 9. et 25. ed. Waitz. Analyt. prior. 32a. 22 sq. Der Name àντHaçis aber blieb von nun an der Philosophie und ging von ihr auf die Grammatik über. cf. Dionys. Thr. 24. p. 641. Wie sehr freilich bei Plato die Bedeutung noch eine rein logische ist, zeigt seine Anwendung auf die dem Begriffe nach einander entgegengesetzten Worte. Crat. 426. D. heisst qτsάHαQο(σᷣmrτανσσ) αταeσ τον tévνat und ähnlich steht 417. D. 6Ga νπmσνρν ab ν technisch von den Ausdrücken, welche