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Wenn wir uns nun eine nach diesen Grundsätzen entworfene Reductionstabelle den- ken, welche die Barometerstände 316„00 bis 340 00 umfasst, und dabei die Tempe- raturen der Quecksilbersäule von— 10⁰,0 bis+ 30°,0C berücksichtigt: so kann die- selbe in einzelnen Fällen dennoch unzureichend erscheinen 1) rücksichtlich der Tem- peratur und 2) rücksichtlich des Barometerstandes.
1) Was die Temperatur anbelangt: so könnte Jemand an einem Orte, wo dieselbe sich sehr langsam ändert, die Temperatur einer Quecksilbersäule z. B. von 324 46 zu 17⁰,25C gefunden haben, und desshalb die 5 Hundertstel noch mit berücksichtigen wollen. Da nun b bei jedem Zuwachse t— t der Temperatur sich um die Grösse be(t— t) ausdehnt: so istbe(u— U) oder bet— betin einer bestimmten Vertikalspalte sich überall bis wenigstens auf 1 Tausendstel genau gleich, es mag jene Differenz am Aufange, in der Mitte oder am Ende der Vertikalspalte gesucht werden. Es ist aber auch be(t— t) oder bet— bet =— bet+ bet= b— bet+ bet— b=(b— bet)—(b— bet)= B— B“ Daher habe ich blos die Differenz zweier beliebigen Glieder jener Vertikalspalte b, welche um t— t Glieder von einander entferut sind, aufzusuchen und sie in gehöriger Weise mit dem einstweilen gefundenen B zu vereinigen. So entnehme ich in unserem Beispiele zuerst aus der Tabelle die in der Vertikalspalte von 324 ,46 für 17⁰,20 be- ſindliche Ziffer 323,454. Sodann bilde ich die Differenz von 324 ,46(bei 0⁰,0C) und jener Ziffer(324,431), welche sich in derselben Vertikalspalte bei 0 5 findet« Diese, = 0,029, ist die Korrection für 324 ,460, wenn t= 0⁰,5C ist. Folglich ist die Kor- rection für 0,05= 0,0029= 0,003. Indem ich die letztere kleine Korrection noch von 323,454 abziehe, erhalte ich den vollstäudig reducirten Baromcterstand von 324„46, beobachtet bei 170,250= 323 ,451. aun
Ganz nach derselben Formel findet man ferner auch die vollständige Korrection, wenn die beobachtete Temperatur des Quecksilbers die Grenzen der Tabelle, sei es auf der positiven oder auf der negativen Seite überschreitet. Hat man z. B. den Barome-
terstand b bei— 11⁰,5C beobachtet: so schlägt man die Vertikalspalte für b auf, sucht die Differenz der dort bei— 10°,0 und— 8o,5 stehenden, bereits reducirten Barometer- stände, und fügt dieselbe zu der bei— 10⁰,0 gefundenen Ziffer noch hinzu.— Hätte
man aber jenes b bei mehr als+ 300,0C beobachtet, z. B bei 31°,5: so zähle mau auf ähnliche Art in der Vertikalspalte für b von 30⁰,0 an rückwärts 15 Glieder bis 28⁰,5, ziehe die bei jener und bei dieser Temperatur gefundenen Ziffern von einander ab und subtrahire dann noch diese Differenz von dem bei 30°,0 stehenden reducirten Barometerstande.
2) Hätte man aber einen Barometerstand bei einer gewöhnlichen Temperatur von toC beobachtet, der um X ,0O oder 0 x oder 00,Ox höher oder tieker ist, als der


