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enthaltenen Steigerung drei Abschnitte: 1. von dem Zeugnis der Apostel in Jerusalem (A. G. 1— 5, denn Cap. 6 u. 7. gehören als Einleitung zum Folgenden); 2. von ihrem Zeugnis in Judäa und Samaria(A. G. 6— 12; das Zeugnis vor Heiden, welches allerdings schon vorkommt, war noch kein beabsichtigtes); 3. von ihrem Zeugnis bis an das Ende der Erde oder vor den heidnischen Völkern. Dieser letzte Abschnitt zerfällt wieder nach den drei Hauptaposteln in die drei Unter-Abtheilungen: a) Wirksamkeit des Apostels Paulus(das Wichtigste aus und über die Briefe wird, der Zeit ihrer Abfassung ent- sprechend, in die Erzählung der A. Geschichte 13.—28. eingefügt oder, sofern es die letzten Jahre betrifft, nachgetragen); b) die Wirksamkeit des Apostels Petrus und der ihm geistesverwandten Jünger Jacobus und Judas; c) die Wirksamkeit des Apostels Johannes. Bei den zwei letzten Unterabtheilungen muss freilich der frühere Gang der Behandlung verlassen werden; die Erklärung muss zur Erzählung werden, für welche dem Lehrer nur noch die neutestamentlichen Briefe, sowie die in der Kirchengeschichte des Eusebius befindlichen Ueberlieferungen zu Gebote stehen.
Auf das Jahrhundert der Kirchengründung lasse ich nun die weitere Geschichte der christlichen Kirche oder des Reiches Gottes in drei grossen Abtheilungen folgen: ältere, mittlere, neuere Zeit. In Beziehung auf diese allgemeine Eintheilung werde ich wol mit allen Collegen, die dieses Fach lehren, übereinstimmen; desto weniger aber vermuthlich hinsichtlich der Anordnung im Einzelnen. Ich habe mich nämlich, nachdem ich einige Jahre hindurch die in vielen Büchern beliebten Eintheilungen: Ausbreitung der Kirche; Lehre; Cultus und Sitten u. s. W. bei meinem Unterricht zu Grunde gelegt hatte, seit länger denn zehn Jahren für eine vorwiegend biographische Behandlung der Kirchengeschichte auf Gymnasien entschieden und bin durch meine Erfahrungen in meinem Verfahren bisher nur bestärkt worden. Da nämlich der Kirchengeschichte auf Gymnasien nur ein be— schränkter Raum zugewiesen werden darf— nicht ein volles Jahr—, so bekommt die Erzähllung, wenn sie sich nach den beliebten Eintheilungen zersplittern muss, etwas Ober- flächliches und Trocknes und entspricht dem höchsten Zweck des Religions-Unterrichtes—
der Erbauung— nur sehr unvollkommen. Eine biographische Erzühlung dagegen— vorausgesetzt, dass die Auswahl und die Darstellung nicht verkehrt ist— wirkt auf
Lehrer und Schüler gleich belebend, vermag, je nach der Eigenthümlichkeit des zu schil- dernden Mannes, bald dieses, bald jenes Herz zu wecken und zeigt am allerdeutlichsten, dass die Kirche die Erziehungs-Anstalt zum Gottesreiche ist. Bei dieser Behandlung findet zugleich der künftige Theologe eine selbständige und eigenthümliche Vorbereitung für das ihn später erwartende Studium der Kirchengeschichte, nicht einen mageren Auszug dessen, was ihm später auf Universitäten mitgetheilt wird. Genug, ich bin auf Gymnasien für biographische Behandlung der Kirchengeschichte; nur soll man an einem solchen Plan


