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III. Abtheilung: Die Elemente des Gesanges; die gebräuchlichsten Tonarten, melo- dische und rhythmische Uebungen; Lieder aus dem Sängerhaine Heft 1; Choralgesang n. dem kKleinen evangelischen Gesangbuche. 1 St. w.(Gesanglehrer Peter bis gegen Weihnachten).
Leibes-Uebungen im Sommer. Drei Abtheilungen, für jede 2 St. w.(Gesanglehrer Peter); ausserdem Unterricht und Uebungen im Schwimmen.
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II. Chronik des Gymnasiums.
Kurz nach dem Ende des vorigen Schuljahrs langte ein Beschluss Kurfürstlichen Ministeriums des Inneren vom 20. Merz an, durch welchen genehmigt wurde, dass für die Tertia, deren Lehrcursus ein zweijähriger ist, wegen der übergrossen Schülerzahl bis auf Weiteres eine Trennung in zwei gesonderte Classen mit einjährigem Lehrcursus statt- finden solle. Zugleich wurde Pract. Jualius Rotuhfuachs mit der durch die Trennung erforderlich gewordenen Aushülfe am Gymnasium beauftragt.
Montags und Dienstags den 8. u. 9. April fanden die Aufnahme-Prüfungen statt, und Mittewoche den 10. April wurde das neue Schuljahr mit einer gemeinsamen Andacht. sowie mit feierlicher Aufnahme von 37 neuen Schülern eröffnet.
Schon am folgenden Tag, Donnerstags den 11. April, verloren wir einen unserer Schüler durch den Tod. Sebastian Heinrich Lehr, geboren zu Marburg den 30. October 1843 und eben erst nach Prima versetzt, ein Jüngling, der sich durch seinen Fleiss und scine Sitten einen guten Namen im Gymnasium erworben hatte und für die Zukunft günstige Hoffnungen erweckte, starb an den Folgen des Nervenfiebers. Sonntags den 14. April ward die Leiche von Lehrern und Schülern zu ihrer Ruhestätte geleitet und unter Gebet und Choralgesang zur Erde bestattet. Herr Pfarrer Justi hielt die Grabrede.
Sonntags den 28. Abril, Abends nach 10 Uhr, starb der Professor der Pädagogik an der Landes-Universität, Dr. Christian Heinrich Koch, welcher von 1804 bis 1833 ein sehr geliebter und geachteter Lehrer am akademischen Pädagogium dahier gewesen war, und welchem das Lehrer-Collegium am 11. August 1859 zu seinem 50 jährigen Doctor- Jubiläum durch eine tabula gratulatoria Glück gewünscht hatte. Gemäss dem Wunsch des Verstorbenen, der für die Schüler der Gymnasien stets eine besondere Vorliebe be- wahrte, folgten am 1. Mai die Schüler der 3 oberen Classen mit ihren Lehrern dem Sarge und sangen bei der Einsenkung desselben das vorgeschriebene Lied:„Nun lasst uns den Leib begraben“, worauf Herr Pfarrer Schmidt die Leichenrede hielt.


