Aufsatz 
Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums von seiner Gründung 1833 bis Ostern 1910 / von Friedrich Engelhardt
Entstehung
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gewiesen, war von Nov. 1850 an auftragsweise und privatim in Hanau tätig und wurde Frühjahr 1855 dem Marburger Gymnasium zugeteilt. Herbst 1856 wurde er zum Hülfs- lehrer, Januar 1863 zum ordentlichen Lehrer, Herbst 1869 zum Oberlehrer ernannt und gehörte von da an, mit einer kurzen Unterbrechung im S. H. 1875, während dessen er eine Oberlehrerstelle am Gymnasium zu Kassel bekleidete, bis Herbst 1878 dem Gymnasium zu Marburg an. Nachdem er dann 6 Jahre Direktor des Gymnasiums zu Rinteln gewesen war, wurde er Herbst 1884 in gleicher Eigenschaft nach Marburg zurückversetzt. Früh- jahr 1892 wurde er zum Direktor der Kgl. Wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission und zum ordentlichen Mitglied für das Fach der Pädagogik ernannt. Am 25. 7. 1899 feierte er das goldene Doktorjubiläum, am 9. 11. 1899 das goldene Lehrerjubiläum, eine Ge- legenheit, bei der er zum Geheimen Regierungsrat ernannt wurde; Herbst 1900 trat er in den Ruhestand, wobei ihm der Rote Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife verliehen wurde. Er starb am 12. April 1901.

Veröffentlicht wurde von Dr. B. im Jahresbericht 1858 eine Abhandlung über Burcard Waldis.

. Aly, Friedrich, Dr., geb. den 12. Februar 1852 zu Magdeburg, besuchte 1860 69 das dortige Domgymnasium und studierte dann in Bonn, Leipzig und Berlin Philologie. Er wurde in Leipzig 1873 promoviert, bestand 1874 in Berlin das Staatsexamen und genügte 1874 75 seiner Militärpflicht. Er war dann 1875 76 Probekandidat und Wissenschaft- licher Hülfslehrer in Hagenau i. E., von wo er als ordentlicher Lehrer und Alumnats- inspektor 1876 an das Kloster U. L. Frauen in Magdeburg berufen wurde. Hier wurde er 1892 Titular-Oberlehrer, 1893 Professor. 1895 folgte er einem Rufe als Kgl. Gymnasial- direktor und Leiter des pädagogischen Seminars nach Burg, von wo er Herbst 1900 an das Marburger Gymnasium versetzt wurde. Noch im November desselben Jahres wurde er zum Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für Latein, im April 1901 zum stellvertretenden Direktor der Wissenschaftlichen Prüfungskommission, im April 1906 zum Direktor der W. Pr.-Kommission ernannt. Seit 1907 ist er Vorsitzender des deutschen Gymnasialvereins. Er schrieb:

1873: De nominibus io suffixi ope formatis.

1882: Die Quellen des Plinius im 8. Buch der Naturgeschichte.

Schule und Haus. Die Wünsche der preussischen Gymnasiallehrer.

1885: Die Quellenkritik des älteren Plinius(Programm Magdeburg).

1884 88: Blätter für höheres Schulwesen.

1890: Das Wesen des Gymnasiums.

1891: Cicero, sein Leben und seine Schriften.

1892: Ausgewählte Briefe Ciceros und seiner Zeitgenossen. 7. Aufl. 1909.

1893: Horaz. 2. Aufl. 1909.

1894: Geschichte der römischen Literatur.

1896: Das Magdeburger Domgymnasium der sechziger Jahre(Programm Burg).

1899: Anmerkungen zu den Cicero-Briefen. 2. Aufl. 1905.

1901: Sapiens atque eloquens pietas(Progr. Marburg).

1902: Humanismus und Historismus.

1905: Album des akademischen Pädagogiums(Progr. Marburg).

1901: Gymnasium militans.

1909: Vademecum für Kandidaten des höheren Lehramts..

Dazu Beiträge für Preussische Jahrbücher, Politische Wochenschrift, Pädagogisches

Archiv, Deutsches Wochenblatt, Zeitschrift für Gymnasialwesen, Wochenschrift

für klassische Philologie, Humanistisches Gymnasium, Jahresberichte für die Fort-

schritte der klass. Altertumswissenschaft, Neue Jahrbücher für Phil. und Pädagogik.