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derten von da zur 950 m hohen Wasserkuppe, dem höchsten Gipfel der Rhön, dann an der Fuldaquelle vorbei, immer über kahle Weideflächen; diese, nur selten von Wäldchen und Moor unterbrochen, waren in jenen Tagen belebt von zahlreichen Arbeitern an der Heuernte mit ihren kleinen, praktischen, weithin leuchtenden Zelten. Am Abend erreichten wir den Kreuzberg, wo wir im Kloster Unterkunft fanden. Der Sonnen- untergang, den wir von den 3 Kreuzen aus genossen, die Aufregung, hervorgerufen durch einen nahe an uns vorüber- fliegenden Luftballon, der zunächst irrtümlich für den„Zeppe- lin“ gehalten wurde, und das so fremdartige Klosterleben werden nicht so bald vergessen werden. Zum Sonnenauf- gang, der aber der Wolken wegen nicht besonders schön ausfiel, fanden sich nur wenige zusammen. Nun galt es noch einen letzten der hohen Berge der Rhön zu erklimmen, die Dammersfeldkuppe. Dann verließen wir das Gebirge und kamen nach tüchtigem Marsch abends in dem so schön im Tal der Sinn gelegenen Brückenau in Bayern, unserm letzten Nacht- quartier, an. Der letzte Marschtag führte uns früh um 4 Uhr in sehr anstrengendem Gewaltmarsche an der herrlich gelegenen Burg Schwarzenfels vorbei nach Mottgers. Von da brachte uns die Eisenbahn über Elm und den Distelrasen nach Fulda, der Lieblingsstadt des Bonifatius mit ihrem Dom, der das alljährlich von den preußischen Bischöfen aufgesuchte Grab des„Apostels der Deutschen“ birgt. Nachdem wir Dom, Bonifatiusdenkmal, Paulustor und Schloß angesehen, fuhren wir durch den nördlichen Vogelsberg nach Marburg zurück. Die Kosten dieser achttägigen Reise hatten sich auf 23 bis 24 Mk. für den Kopf belaufen.
Sollen wir noch einen Rückblick auf alle drei Ferien- wanderungen werfen? Dann können wir es nur tun mit dem Gefühl des Dankes, daß alle drei ohne ernstere Störungen verliefen, daß die Gesundheit der Teilnehmer bis auf gelegent- liche Fußschmerzen und kleine Magenstörungen, wie sie ja


