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interessanten Meißner, letztere besonders beim Skizzieren von Burgruinen und durch sachverständige Führung in der Casseler Bildergalerie.
1909.
Diese größte, achttägige Tour, fand vom 17.— 24. Juli unter Beteiligung von 8 Sekundanern, 2 Primanern, 2 Tertia- nern und einem Quartaner statt; sie sollte vor allem Genuß an landschaftlicher Schönheit bieten und den Körper stählen, doch wurden am Wege liegende interessante Städte nicht verachtet. So wurde in südöstlich oder südwestlich gerichteter Wanderung über die trennenden Höhen abwechselnd Werra- und Fuldatal aufgesucht, zum Schluß die ganze Rhön von Nord nach Süd durchwandert und Eschwege, Rotenburg, Hers- feld, Vacha, Tann, Hilders, Brückenau und Fulda besichtigt. Begonnen wurde die eigentliche Wanderung, nachdem wir vorher noch den Fürstenstein bei Albungen bestiegen und in einer Fähre über die gerade von Flößern belebte Werra ge- fahren waren, wieder in Allendorf an der Werra. Ein kurzer Marsch brachte uns in den von hohen steilen Kalkfelsen um- schlossenen, einen fast alpinen Eindruck machenden Kessel „zum Hain.“ In steilem, durch nassen Kalkboden und aus— gefahrene Holzwege sehr mühseligen Aufstieg wurden die Hörne und Schöne Aussicht erklommen, wo reiche Ausbeute an seltenen Blumen und Pflanzen die Sammler erfreute. Ueber Eschwege erreichten wir unser erstes Quartier: Wanfried. Der nächste Tag führte uns dann über den Heldrastein, mit seinen weißen zerklüfteten Kalksteinfelsen und seiner herrlichen Aus-— sicht, einen der schönsten Punkte des Werratales, auf dem Plateau des Ringgaues hin zur Boyneburg. Diese, mit ihrem großen Turnierplatz, der in die äußeren Mauern eingeschlossen war, wohl eine der größten Burgen Deutschlands, ist auch eine der ältesten. Im elften Jahrhundert im Besitz der Grafen von Nordheim, sah sie die Kämpfe Heinrichs IV. gegen Otto von Nordheim, fiel dann später als erledigtes Lehen an das


