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chen, wo wir übernachteten. Am zweiten Tage gingen wir nach Merxhausen, ehemals Augustinerkloster, von Philipp dem Groß- mütigen zum Hospital umgewandelt, heute Landesirrenanstalt. Bei Metze kamen wir in das Zentrum des Landes der Katten. Nach neuerer Anschauung ist Metze das von Tacitus erwähnte Mattium, der Hauptort der Katten, den Drusus 15 n. Chr. verbrannte, um diesen Stamm für seine Beteiligung an der Teutoburger Schlacht zu bestrafen. Gudensberg, dessen früherer Name Wodansberg war, erinnerte uns an das Grafen- geschlecht der Gisonen, deren Erbe, ein beträchtlicher Teil von Hessen, für längere Zeit mit Thüringen vereinigt wurde. Auch Maden, die alte Gerichtsstätte unserer Vor- fahren, wurde besichtigt. Nachdem wir dann noch in Fels- berg die alte Burgruine aufgesucht und vom hohen Turme eine prächtige Aussicht genossen hatten, fuhren wir von der Station Felsberg-Gensungen aus mit der Bahn zurück. Die Kosten der Reise betrugen ungefähr 5.— Mk.
1908.
Auf eben derselben Station, auf der die vorjährige Tour geendet, begann die viertägige Ferienreise vom 6.— 9. Juni 1908, an der 3 Lehrer, 11 Obertertianer und 6 Sekundaner teilnahmen. Ziel dieser Wanderung waren: Die Burg Spangen- berg, der Meißner, die Landschaft an der Werra, Münden und Kassel. Wir bestiegen zunächst den Heiligenberg, der eine der schönsten Fernsichten fast über ganz Niederhessen bietet, stiegen dann nach Melsungen ins Fuldatal hinab und gleich wieder an der anderen Seite hinauf auf schönen Wald- wegen nach der alten Bergfeste Spangenberg mit ihrem prächtigen Burgtor. Hier wohnte gern Otto der Schütz, dessen Sage gerade unsern Marburger Jungen aus den nach Kinkels Dichtung gemalten Bildern der Universitätsaula be- kannt ist. Auch der gleichfalls eine Spangenberger Sage dar- stellende Liebenbachbrunnen in der Stadt wurde bewundert.


